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Streit über DFB-Pokalfinale: BVB-Sportdirektor Zorc ist wütend auf Fandel

Als "niveaulos" bezeichnete Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel die Diskussion um das nicht gewertete Kopfballtor von Mats Hummels im Pokalfinale. BVB-Sportdirektor Zorc findet das "ungeheuerlich".

Der Tor-Streit geht in eine neue Runde: Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hat in der Diskussion um den nicht gegebenen Kopfballtreffer von BVB-Abwehrchef Mats Hummels im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München verbal nachgelegt.

Nachdem Herbert Fandel, Vorsitzender der Schiedsrichter-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes, die Diskussion am Montag als "niveaulos" bezeichnet hatte, konterte Zorc.

Zorc stänkert gegen Fandel

"Ich finde es ungeheuerlich, wie sich Fandel geäußert hat. Wir waren die Geschädigten in der Situation", sagte Zorc den "Ruhr Nachrichten" am Dienstag. "Man hätte sehen müssen, dass der Ball hinter der Linie war. Es stellt sich trotzdem niemand hin und sagt, dass es ihm leidtue. Stattdessen teilt man noch in unsere Richtung aus", fügte Zorc hinzu.

Zorc regte sich außerdem darüber auf, dass Fandel den Dortmundern geraten hatte, sich zu überlegen, wie man mit der Wut umgehe. "Man kann jahrelang in der Fair-Play-Wertung vorne liegen, das interessiert scheinbar keinen, vor allem nicht die Schiedsrichter. Hauptsache, man hält den Mund", wird er von der Zeitung zitiert.

Beim 2:0-Sieg des FC Bayern München am Samstag hatte Schiedsrichter Florian Meyer das Tor von Hummels nicht anerkannt. TV-Bilder scheinen zu beweisen, dass der Ball die Linie überschritten hatte. Es wäre der Führungstreffer für die Dortmunder gewesen. Wegen der Szene entflammte die Debatte um die Torlinientechnik erneut. Die Mehrheit der Proficlubs hatte sich im März gegen die Technik entschieden, Bayern und Dortmund sowie viele Schiedsrichter waren indes dafür.

kis/DPA / DPA

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