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Nach Anschlag auf Teambus: Große Geste: Iraker zeigen Solidarität mit dem BVB

Großartige Aktion im Irak: Ausgerechnet da, wo die Menschen alltäglich selbst genug Terror erleben, haben die Spieler vor einem Ligaspiel innegehalten - um Solidarität mit den Dortmundern zu zeigen.

Nein, man kann wirklich nicht sagen, dass Krieg und Terror im Irak eine Ausnahmeerscheinung wären. Umso großartiger die Geste, die zwei Fußballteams dort nun während eines Ligaspiels zeigten. Der Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus hat offenbar über alle Grenzen hinaus Betroffenheit ausgelöst. Vor dem Anpfiff stellten sich die Spieler der zwei Mannschaften daher am Mittelkreis auf, um eine Art Schweigeminute abzuhalten. Während sie dort standen, erschien auf der Anzeigetafel eine Botschaft in deutscher Sprache: "Irakische Volk verdonnert den Terroranschlag #Dortmund."


Bemerkenswert, dass in einem derart vom Krieg gebeutelten Land wie dem Irak ein solcher Anschlag so weit weg zu einer solchen Reaktion führt. Vielleicht wissen die Menschen dort aber eben auch ganz genau, wie man sich nach einem Angriff fühlt. Bleibt die Frage, ob bei einem Anschlag auf den Mannschaftsbus eines irakischen Teams eine ähnliche Aktion auch bei einem Bundesligaspiel stattgefunden hätte ...

Noch immer unklar, wer hinter dem Anschlag steckt

Vor dem Champions-League-Viertelfinale des BVB gegen den AS Monaco waren am Dienstagabend drei Sprengsätze in der Nähe des Mannschaftsbusses des Fußball-Bundesligisten explodiert. Die Spieler hatten sich gerade auf dem Weg zur Partie befunden. Bei dem Angriff wurden der BVB-Fußballer Marc Bartra und ein Polizist verletzt. Am Tatort wurden Bekennerschreiben gefunden, an deren Echtheit die Polizei aber erhebliche Zweifel hat. Noch immer ist unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist.

Der Verteidiger Marc Bartra durfte indes das Krankenhaus wieder verlassen. Der 26-Jährige, der vom FC Barcelona nach Dortmund gewechselt war, hatte sich eine Speiche im rechten Handgelenk gebrochen, außerdem hatten sich Splitter der Sprengsätze in den Arm gebohrt. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurde Bartra gegen Samstagmittag aus dem Knappschaftskrankenhaus abgeholt. In gewohnter Umgebung soll er sich nun erholen. Für seine Genesung hat der BVB etwa vier Wochen angesetzt.


car
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