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Borussia Dortmund: BVB-Krise: Alles deutet auf eine Entlassung von Peter Bosz hin

Nach der 1:2-Heimniederlage wegen Werder Bremen steht die Zukunft von Peter Bosz in den Sternen. Es spricht vieles dafür, dass der BVB-Trainer seinen Hut wird nehmen müssen.

BVB-Trainer Peter Bosz

Peter Bosz: Wie lange ist er noch Trainer von Borussia Dortmund?

Das Heimspiel des BVB gegen Werder Bremen wurde im Vorfeld zu einem Schicksalsspiel aufgeblasen. Spieler und Klubführung forderten drei Punkte für die seit dem 30. September in der Bundesliga sieglose Mannschaft. 

Nach 90 enttäuschenden Minuten auf dem Rasen steht Borussia Dortmund wieder einmal mit leeren Händen da. Die Mannschaft musste sich für den blutleeren Auftritt von den Fans ein gnadenloses Pfeifkonzert gefallen lassen, die Spieler agierten vor den Mikrofonen ratlos. "Dieser Auftritt war eine absolute Frechheit, der Wahnsinn", sagte der BVB-Kapitän Marcel Schmelzer nach der Partie konsterniert. 

"Ich bin der Verantwortliche dafür"

Doch wer trägt die Verantwortung für die seit Wochen anhaltende Talfahrt des einstigen Tabellenführers? Zwar waren im Stadion keine Rufe nach einer Trainerentlassung zu vernehmen. Dennoch wird auch Peter Bosz wissen, wie das Geschäft ist. "Die 1. Halbzeit war das schlechteste, seit dem ich hier in Dortmund bin", sagte der Niederländer nach Abpfiff. "Und ich bin der Verantwortliche dafür."

Es spricht einiges dafür, dass Vereinsboss Hans-Joachim Watzke das ähnlich sehen dürfte. Bislang haben er und Sportchef Michael Zorc dem Trainer immer den Rücken gestärkt. Doch das Vertrauen zahlt sich nicht aus. Seit Wochen ist bei der Mannschaft kein Aufwärtstrend zu erkennen. Bosz sitzt während der Spiele oft lethargisch auf der Bank und gibt keine Impulse.

Auch scheint er nicht in der Lage, auf Systemumstellungen des Gegners angemessen zu reagieren - was besonders eklatant zu sehen war, als der BVB eine 4:0-Halbzeitführung gegen Schalke 04 verspielte. Zudem gibt es Zweifel an der physischen Verfassung der Spieler: Regelmäßig bricht die Mannschaft in der zweiten Hälfte ein, kassiert Gegentore und kann dem nichts mehr entgegensetzen.

Bislang gab es keine Alternative zu Peter Bosz 

Zu der Misere in der Bundesliga kommt eine desaströse Bilanz in der Champions League. In sechs Spielen holte Borussia Dortmund mickrige zwei Pünktchen. Nicht einmal ein drittklassiger Gegner wie APOEL Nikosia konnte bezwungen werden.

Was Bosz bisher gerettet hat, war das Fehlen einer Alternative. Derzeit ist kein passender Trainer auf dem Markt, der den Ansprüchen einer deutschen Spitzenmannschaft genügen könnte. Sieht man einmal von Thomas Tuchel ab.

Springt Jan Siebert ein?

Doch es sind bis zur Winterpause noch drei wichtige Spiele zu absolvieren. Der BVB benötigt dringend Punkte, um nicht den Anschluss an die Champions-League-Ränge zu verlieren. Die Mannschaft hat gegen Bremen nicht den Eindruck vermittelt, für den Trainer zu spielen. Das dürfte der Vereinsführung zu denken geben. Wie die "Sport Bild" meldet, soll die Entlassung von Bosz inzwischen beschlossene Sache sein.

Bereits am Dienstag steht das nächste Spiel beim FSV Mainz 05 an. Auf die Schnelle dürfte es schwer sein, einen neuen Trainer zu installieren. Kurzfristig könnte Jan Siewert die Mannschaft übernehmen, der Trainer der zweiten Mannschaft. Auch der Name Bernd Storck kursiert. Der frühere Borussia-Spieler trainierte bis Oktober dieses Jahres die ungarische Nationalmannschaft, wäre also frei, um in Dortmund auszuhelfen.


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