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Champions League Leverkusen sichert sich das Achtelfinale


Ballack gegen seinen Ex-Club, Leverkusen gegen Chelsea: Die Rheinländer hatten es in der Hand, vorzeitig den Einzug in die nächste Champions-League-Runde klarzumachen. Und dank eines starken Schlussspurts gelang ihnen das auch.

Jubilar Michael Ballack steht mit Bayer Leverkusen vorzeitig im Achtelfinale der Champions League. Durch ein Kopfballtor von Manuel Friedrich in der Nachspielzeit gewann das Team von Robin Dutt im 100. Europacupspiel des früheren DFB-Kapitäns mit 2:1 (0:0) gegen den FC Chelsea und sicherte sich das Überwintern in der Königsklasse. Eren Derdiyok hatte vor 29.285 Zuschauern in der BayArena in der 73. Minute Chelseas Führung durch Didier Drogba (48.) ausgeglichen. In der Schlussphase hielt Bernd Leno im Bayer-Tor mit seinen Paraden den knappen Erfolg fest.

"Wichtig ist, dass wir aktiv sind. Wenn wir sie unter Druck setzen, kriegen sie Probleme", hatte Bayer-Coach Robin Dutt seinen Spielern vor dem Duell gegen den Tabellenvierten der Premier League eingeimpft. Und allen voran Ballack hatte sich für den Vergleich mit seinem ehemaligen Arbeitgeber viel vorgenommen. Der 35-Jährige war einmal mehr Dreh- und Angelpunkt in seinem Team und verteilte klug die Bälle, im Abschluss fehlte ihm aber ebenso wie seinen Nebenleuten das Schussglück. Erst als der zunächst geschonte Andre Schürrle nach knapp einer Stunde ins Spiel kam, wurden die Offensivaktionen der Werkself zwingender. Mit seinem ersten Ballkontakt schaffte Derdiyok per Kopf schließlich den umjubelten Ausgleich.

Höchste Gefahr für die Gäste

Torraumszenen hatten in einer unspektakulären ersten Hälfte Seltenheitswert. Während Leno in der 13. Minute erstmals Gelegenheit hatte, sich auszuzeichnen, als er eine scharfe Flanke vor dem einschussbereiten Drogba abfing, wurde Chelseas Petr Cech lange Zeit von den Bayer-Angreifern praktisch nicht beschäftigt. Erst die zweite Ecke für Bayer durch Gonzalo Castro beschwor höchste Gefahr für die Gäste herauf. Ballack nahm den Ball trotz seiner Gesichtsmaske mit der Stirn und köpfte ihn an die Latte (33.).

Diese Chance schien indes eher die Gäste zu beflügeln, die in der Schlussphase der ersten Hälfte das Tempo anzogen. Der agile Drogba umkurvte in der 38. Minute auch Leno, zielte aber aus spitzem Winkel über den Kasten. Wenig später entschärfte der Schlussmann einen Schuss von Juan Mata (43.). Die Bayer-Fans ärgerten sich über diese Konzentrationsfehler ihrer Mannschaft, aber auch über den ungarischen Schiedsrichter Viktor Kassai, der nacheinander Stefan Kießling, Michal Kadlec und Ballack für harmlose Vergehen Gelb zeigte.

Gegen Derdiyoks Kopfball machtlos

Drei Minuten nach Wiederbeginn wurden die Hausherren für ihre fehlende Konsequenz in der Defensive bestraft. Drogba nahm im Strafraum ein Zuspiel von Daniel Sturridge auf, düpierte Manuel Friedrich und Kadlec mit einer Körperdrehung und ließ Leno mit seinem platzierten Flachschuss keine Chance. Die Doppelchance zum schnellen Ausgleich vergab Ballack: Erst lenkte Cech den Fallrückzieher des stärksten Bayer-Spielers über die Latte, Sekunden später reagierte Chelseas Schlussmann bei Ballacks Versuch aus kurzer Distanz glänzend (58.). Beim Kopfball des gerade ins Spiel gekommen Derdiyok war aber auch der Maskenmann in Chelseas Gehäuse machtlos.


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