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Champions League Olympique Marseille wirft Inter raus

Dank der Auswärtstorregel hat Olympique Marseille mit einem 1:2 bei Inter Mailand das Viertelfinale in der Champions League erreicht. Brandao hatte durch einen Treffer in der Nachspielzeit für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt und Inters Krise weiter verschärft. 

Mit einem Treffer in der Nachspielzeit (92.) zum 1:1-Ausgleich hat Brandao Olympique Marseille trotz des 1:2 (0:0) im Achtelfinal-Rückspiel bei Inter Mailand den Einzug in die nächste Runde beschert.

Für Inter, dass sich lange schwer tat, hatte in der 71. Minute Diego Milito für die Führung gesorgt und Pazzini per Elfmeter zum 2:1-Endstand (96.) getroffen. Aufgrund der Auswärtsstorregel kamen die Franzosen jedoch weiter. Das Hinspiel hatte Olympique im heimischen Stadion mit 1:0 für sich entschieden.

Erst hui, dann...

Gleich die erste Chance der Hausherren ließ das San Siro kollektiv raunen. Javier Zanetti war bis zur Grundlinie durchgelaufen und hatte Wesley Sneijder in der Mitte gefunden. Doch Olympiques Schlussmann Steve Mandanda verhinderte das Tor mit Beineinsatz (8.). Kurz danach fand Diego Milito ebenfalls seinen Meister in Marseilles Schlussmann, von Militos Brust prallte der Ball jedoch genau auf Mandanda (11.).

Wer nun ein Chancenfeuerwerk der Gastgeber erwartet hatte, wurde in der Folgezeit enttäuscht. Inter mühte sich, doch die beiden ersten Möglichkeiten konnten vorerst nicht dupliziert werden. Auf der Gegenseite kam Loic Remy (18.) per Kopfball nochmals zu einer Torgelegenheit, doch dann hatten sich die Abwehrreihen auf beiden Seiten aufgestellt und das Mittelfeld wurde eng gemacht. Marseille blieb dank der Nullnummer bis zur Halbzeit auf Viertelfinalkurs.

Und dann kam Milito

Den hielten die Franzosen auch nach Wiederanpfiff, wobei es ihnen die Nerazzuri sehr leicht machten. Inter trug seine Angriffe sehr einfallslos vor, die somit immer wieder leichte Beute für die Hintermannschaft Olympiques wurden. Zudem hielten die Gäste den Ball geschickt in den eigenen Reihen und kamen durch Alou Diarra sogar noch zu einer Chance, die Julio Cesar zum Eingreifen zwang (71.).

Umso überraschender fiel der Führungstreffer der Hausherren, der die Tür zum Viertelfinale wieder zur Hälfte öffnete. Eine Ecke Esteban Cambiassos hatte Giampaolo Pazzini zunächst vergeben, doch der Ball kam vor die Füße Militos, der dankbar zum 1:0 abstaubte (76.). Olympique war vom Kurs abgekommen, während Inter nun Hoffnung schöpfte.

Brandao bringt San Siro zum Schweigen - Wermutstropfen Rote Karte

Die fand jedoch in der Nachspielzeit, als sich fast Jeder bereits in der Verlängerung wähnte, ihr jähes Ende. Schlussmann Mandanda hatte einen Ball weit nach vorne geschlagen, der in Brandao einen dankbaren Abnehmer fand. Der vier Minuten zuvor für Remy eingewechselte Stürmer ließ sich nicht lange bitten, überwand Julio Cesar zum 1:1-Ausgleich (92.) und sorgte somit für den Viertelfinaleinzug

Nach dem Ausgleich überschlugen sich noch einmal die Ereignisse, die im Hinspiel der nächsten Runde für Sorgen bei Olympique sorgen könnten: Mandanda foulte Pazzini im eigenen Strafraum und sah Gelb-Rot – die erste Verwarnung hatte er unglücklicherweise wegen Zeitspiels gesehen. Der Gefoulte schoss entgegen der alten Weisheit selbst zum 2:1 (96.) ein, doch der Treffer brachte den Hausherren lediglich einen Statistikpunkt, da Schiedsrichter Pedro Proenca nicht noch einmal anpiff.

Sven Kittelmann

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