HOME

Champions League: Pressestimmen aus England - ''Chelseas alte Garde macht sich bereit''

Die britische Presse jagt einen Schlüsselspieler nach dem Anderen durch die Medienlandschaft und verweist auf die Villas-Boas-Entlassung, Mourinhos Spuren, Riberys Unberechenbarkeit und die Überraschung Ryan Bertrand.

Das Endspiel in der Champions Leauge verursacht auch im englischen Blätterwald einen mittleren Orkan. Wir haben einen Streifzug durch die britische Presse vor dem Knaller Chelsea gegen Bayern unternommen und die wichtigsten Schlagzeilen parat.

Mourinhos Spuren und AVBs Entlassung

Die BBC titelt "Chelseas alte Garde machen sich bereit für das letzte Antreten in der Champions League“. Dabei spiele die Entlassung von Andre Villas-Boas eine entscheidende Rolle. Der Portugiese wollte einen schnellen Umbruch im Kader, legte sich dadurch mit den alten Haudegen an. Nach seinem Abgang spielt Chelsea wieder erfolgreich.  "Wenn Villas-Boas entlassen wird, dann wird die alte Garde befreit, um den Geist vergagener Tage zu beschwören – sie haben damit nicht enttäuscht“, heißt es weiter.

Der ehemalige Chelsea und Ireland-Stürmer Tony Cascarino sagte bei bbc.co.uk: "Sie haben ihr Glück gegen Barcelona strapaziert, aber sie haben sich das Glück auch verdient. Dieses Team hat sich den Teamgeist und die Hoffnung wiedergefunden.“ Dabei habe Chelseas Erfolg in der Champions League auch mit dem ehemaligen Trainer Jose Mourinho zu tun, so Cascarino: "Mourinhos hat seine Spuren hinterlassen und sie wirken nach, so stark wie selten zuvor.“

Bertrand könnte die Überraschung werden 

Der Guardian rechnet mit einem Einsatz des unbekannten Ryan Bertrand. "Chelsea pokert hoch und will Ryan Bertrand gegen München bringen“, heißt es da. Demnach könnte Roberto Di Matteo den Linksverteidiger im defensiven Mittelfeld bringen um Ashley Cole zu unterstützen, der gegen Arjen Robben und den überlappenden Philipp Lahm spielen muss. Es wäre der erste Champions League-Einsatz für Bertrand. "Ich habe verschiedene Lösungen ausprobiert, um auf jede Situation vorbereitet zu sein“, so Di Matteo.

Der Telegraph titelt "Chelseas Hoffnungen liegen auf Didier Drogba und Roberto Di Matteo.“ Die auf das Thema Taktik spezialisierte Seite Zonalmarking fordert: "Chelsea konnte im Halbfinale gegen Barcelona Inter Mailand kopieren, die 2010 auf ähnliche Weise Barca schlugen. Wenn Chelsea noch einmal Inter kopieren könnte, dann haben sie gute Karten, denn im Finale 2010 gewann Inter gegen Bayern München.“

Romans Holy Grail und Riberys Unberechnbarkeit

Die Daily Mail schreibt über "Romans Holy Grail“ und spricht das Vorhaben von Clubchef Roman Abramovich an, der seit seinem Dienstantritt versucht den größten Clubpokal mit Chelsea zu gewinnen. "Jetzt verspricht Di Matteo zu liefern.“ Die Sun schreibt vom "größten Tag im Weltfußball“ und sagt, "Lampard ist der Schlüssel zum Chelsea-Sieg.“ Auch Didier Drogba wird zum Thema gemacht. "Drogba ist heiß darauf, sein Final-Trauma zu beenden.“ Der Stürmer der Elfenbeinküste hatte im Finale von 2008 in Moskau gegen Manchester United in der Verlängerung die Rote Karte gesehen.

Für den Independent liegt der Schlüssel eher beim Gegner. "Der unvorhersebare Ribery könnte den Unterschied machen“, heißt es dort. Aber auch der Heimvorteil wird angesprochen. "Die Bayern können sich nicht auf den 'Dahoam'-Vorteil verlassen“, warnt der Independent den Rekordmeister. Skysports berichtet über Frank Lampard, der "die Außenseiterrolle genießt.“ Lampard erinnert aber auch an das verlorene Finale 2008 gegen Man Utd. "Wir können uns an das Gefühl der Niederlage erinnern, aber wir werden dies als Inspiration nutzen.“ Was Lampard aber wohl vergessen hat, auch Bayern kennt dieses Gefühl aus dem Jahr 2010.

sportal.de / sportal

Wissenscommunity