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Dynamo-Spieler Chris Löwe "Leute in 5000 Euro teuren Bürostühlen": Fußball-Profi lässt in TV-Interview Wut auf DFL freien Lauf

Chris Löwe von Dynamo Dresden
Chris Löwe von Dynamo Dresden am Ball
© Herbert Rudel / Picture Alliance
Nach der Corona-Pause musste Dynamo Dresden acht Spiele in 22 Tagen bestreiten. Jetzt steht der Abstieg des Zweitligisten so gut wie fest – Spieler Chris Löwe äußerte sich in einem Interview wütend und enttäuscht über die DFL.

Fußball-Profi Chris Löwe hat nach der 0:2-Niederlage von Dynamo Dresden bei Holstein Kiel heftige Kritik an der Deutschen Fußball-Liga (DFL) geübt. "Glauben Sie, dass einer in der DFL sich nur eine Sekunde Gedanken macht, was bei uns in den Köpfen vorgeht? Das ist denen alles scheißegal. Wir sind die, die den verfickten Preis bezahlen für den ganzen Scheiß", erklärte der Außenverteidiger des stark abstiegsbedrohten Zweitligisten beim Pay-TV-Sender Sky.

Nach einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne aufgrund mehrfacher positiver Coronatests und nur einer Woche Training stiegen die Sachsen verspätet und mit einem echten Mammutprogramm von acht Spielen in 22 Tagen in die Restrunde ein. Lediglich vor dem letzten Spiel bleibt eine Woche Pause. In den sozialen Medien verbreiteten sich Löwes Aussagen aus dem emotionalen TV-Interview schnell, nicht nur unter Dynamo-Fans.

Dynamo-Profi Chris Löwe: "Das ist denen alles scheißegal"

"Die Leute sitzen in ihren 5000 Euro teuren Bürostühlen, entscheiden über unsere Köpfe hinweg und wir sind die Idioten, die das Ganze ausbaden. Die Frage ist, ob dasselbe mit München oder Dortmund passiert wäre, oder nur mit uns?", fragte Löwe mit zittriger Stimme und Tränen in den Augen.

Auch sein Trainer Markus Kauczinski deutete Kritik an der DFL an: "Es gibt keinen, der etwas für uns tut", sagte er nach der Niederlage bei Holstein Kiel. "Wir sind durchgenudelt, wir sind durchgespielt. Da geht nix."

Dresden hat nach fünf Niederlagen in den vergangenen sieben Spielen nur noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib. Mit 28 Punkten und bei noch zwei ausstehenden Spielen hat das Schlusslicht fünf Zähler Rückstand auf den Relegationsrang.

epp DPA

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