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DFB-Pokal: HSV zittert sich weiter, 0 -10 in Ostwestfalen

Anders als Bremen, Wolfsburg und Leverkusen steht der HSV in der zweiten Pokalrunde. Die Rothosen mussten in Oldenburg aber lange zittern, eher der 2:1-Sieg beim Oberligisten fest stand. Ein zweistelliges Ergebnis gab es derweil im Wersestadion.

Nur mit 2:1 gewann der HSV sein Spiel beim niedersächischen Oberligisten VfB Oldenburg. Zwar siegten die Rothosen verdient, doch spiegelte das Match nicht immer den Klassenunterschied von immerhin vier Ligen wider.

Kapitän Heiko Westermann köpfte die Hamburger nach einem Freistoß von Dennis Aogo in der 26. Minute in Führung. Doch die kampfstarken Gastgeber glichen durch Sebastian Ferrulli aus, der einen Fehler von Westermann in der 34. Minute ausnutzte und durch die Beine von Keeper Jaroslav Drobny abschloss.

Nach der Pause schwanden dem VfB im ausverkauften Marschwegstadion langsam die Kräfte, doch Oldenburg hatte noch zwei Riesenchancen zum Führungstreffer durch Mehmet-Ali Fidan in der 64. und Alexander Tschalumjan in der 69. Minute köpften aus nächster Nähe am Hamburger Tor vorbei.

Das rächte sich, als Mladen Petric in der 72. Minute nach Zuspiel von David Jarolim durch die Beine von Oldenburgs Keeper Christian Meyer den Siegtreffer erzielte. Von den beiden Neuzugängen, die HSV-Trainer Michael Oenning in der Startelf aufbot, zeigte Gökhan Töre eine ansprechende Leistung, während Michael Mancienne in der Innenverteidigung ein paar kleinere Fehler unterliefen.

Hallescher FC - Eintracht Frankfurt 0:2

Lange Zeit kam die Frankfurter Eintracht im Stadion am Bildungszentrum von Halle-Neustadt nicht richtig ins Spiel. Im Gegenteil: Der Regionalligist war lange Zeit die gefährlichere Mannschaft und kam kurz nach der Pause sogar zu einem Pfostenschuss durch Maik Wagefeld. In den letzten fünf Minuten gelangen dann Goalgetter Theofanis Gekas doch noch zwei Tore - einen von ihm selbst herausgeholten Foulelfmeter verwandelte er in der 85. Minute, und in der Nachspielzeit traf er nach einem Abschlag von Oka Nikolov.

BFC Dynamo - FC Kaiserslautern 0:3

Viel einfacher lief es für Kaiserslautern, das beim früheren DDR-Serienmeister BFC Dynamo mit 3:0 gewann. Ivo Ilicevic verwertete ein kluges Anspiel von Olcay Sahan nach 18 Minuten zum 0:1, und Christian Tifferts Volleyabnahme nach Flanke von Leon Jessen verdoppelte die Führung (23.). Fünf Minuten nach der Pause köpfte Thanos Petsos nach einer Ecke von Tiffert das 0:3, wobei er aus fünf Metern viel zu einfach zum Abschluss kam.

Vor 10.000 Fans im Jahn-Sportpark, die einen Zuschauerrekord für den BFC Dynamo nach der Wiedervereinigung bedeuteten, kam der Oberligist kaum zu eigenen Torchancen, freute sich am Ende aber trotzdem über eine Einnahme von über 100.000 Euro, die Trainer Heiko Bonan und sein Club zum Aufstieg in die Regionalliga verhelfen sollen.

Im Anschluss an die Partiekam es zu schweren Ausschreitungen auf den Rängen. Einige hundert Hooligans des Fünftligisten durchbrachen eine Absperrung von Ordnern und stürmten den Fanblock der Gäste. Bei den Prügeleien auf der Tribüne wurden mehrere Personen verletzt. Die Polizei nahm Verdächtige fest. Außerdem wurden Gegenstände in den Block geworfen.

Arminia Bielefeld - FC Nürnberg 1:5

Mit einem souveränen Auswärtssieg kehrte auch der 1. FC Nürnberg von seinem Ausflug auf die Alm zurück. Zwar startete der Zweitligaabsteiger Arminia Bielefeld vor 12.000 Zuschauern gut und ging durch Tim Jerat nach einer Viertelstunde sogar in Führung. Ein Hattrick von Neuzugang Markus Feulner (26., 35., 40.) drehte das Match noch vor der Pause. In der zweiten Spielhäfte erhöhten Robert Mak (64.) und Tomas Pekhart (70.) auf 1:5.

Rot Weiss Ahlen - SC Paderborn 0:10

Ein Derby im Pokal? Da müssten die eigenen Gesetze doch nur so purzeln, oder? Weit gefehlt. Kein Erstrundenspiel war einseitiger als das Ostwestfalenduell zwischen Rot Weiss Ahlen und dem SC Paderborn. Der in die NRW-Liga zwangsabgestiegene Gastgeber lag im Wersestadion schon nach einer halben Stunde mit 0:4 zurück. Enis Alushi (12., 29.), Markus Krösche mit einem Foulelfmeter (23.) und Matthew Taylor (30.) hatten getroffen.

Nach Wiederanpfiff erhöhte Nick Proschwitz auf 0:5, Taylor gelang 20 Minuten vor Schluss das 0:6, ehe Mehmet Kara in der 79. Minute das 0:7 markierte. Das war aber noch lange nicht alles, denn die Gäste ruhten nicht, bis es zweistellig wurde. Das dritte Tor von Taylor (83.) sowie Treffer von Albin Meha (84.) und Proschwitz (86.) stellten das 0:10 her. Zu allem Überfluss hatte Ahlen in Person von Bernhard Venker zwischendurch auch noch einen Handelfmeter verschossen (76).

Babelsberg 03 - MSV Duisburg 0:2

Unspektakulärer, aber genau so ungefährdet setzte sich Pokalfinalist Duisburg in Babelsberg durch. Der MSV, in der 2. Liga mit zwei Niederlagen gestartet, ging vor 3.000 Zuschauern im Regen von Potsdam durch das früheste Tor des Tages durch ein Eigentor von Dominik Stroh-Engel in der 6. Minute in Führung und beruhigte so seine Nerven. Valeri Domovchiyskis 0:2 war schon nach einer halben Stunde der Endstand, weil Babelsberg erst nach der Pause offensiver wurde, ohne aber echte Torchancen herauszuspielen.

Daniel Raecke

sportal.de / sportal

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