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DFB-Team in der Einzelkritik: Nur einer ragt wirklich heraus

Weltmeister Deutschland schlägt Georgien aus einer sicheren Defensive heraus. Besonders im letzten Drittel fehlte es aber oft an der Genauigkeit - doch ein BVB-Star macht das beste daraus.

Die deutsche Nationalelf war im Vergleich zum Mittwoch auf sieben Positionen verändert in die Partie gestartet

Die deutsche Nationalelf war im Vergleich zum Mittwoch auf sieben Positionen verändert in die Partie gestartet

Mit jeder Menge Souveränität beherrschte die deutsche Nationalmannschaft die EM-Qualifikationspartie gegen überforderte, aber motiviert auftretende Georgier. Am Ende stand ein 2:0-Erfolg, der das Ausmaß der Überlegenheit des Weltmeisters nicht ansatzweise widerspiegelt. Die deutschen Spieler in der Einzelkritik:

Neuer: Im 58. Länderspiel stand beim Torwart zum 25. Mal die Null. Musste keinen schweren Ball halten, führte sogar einen Einwurf aus.

Rudy:

Schon sein zweiter Quali-Einsatz als rechter Verteidiger: Hinten zweikampfstark, mit vielen Vorstößen bis zur Grundlinie.

Boateng:

Wuchtig im Zweikampf, schnell, robust. Beschleunigte das Spiel von hinten mit scharfen Pässen. Souveräne Abwehrleistung.

Hummels:

Aufmerksam im Abwehrzentrum. Gewann praktisch alle Zweikämpfe in der Luft und am Boden. Gut abgestimmt mit Boateng.

Hector:

Dem Kölner unterliefen bei seinem Pflichtspieldebüt einige Fehler. Hatte links defensiv Mühe, offensiv mit guten Akzenten.

Schweinsteiger:

Der Kapitän war beim Comeback nicht so präsent wie erhofft. Kämpfte um jeden Ball. In einigen Aktionen zu langsam.

Kroos:

Der Techniker irritierte mit schlampigen Abspiele. Den Ecken fehlte es oft die Präzision. Ein gefährlicher Schuss (43.).

Müller (bis 86.):

Sehr agil, auch wenn dem Münchner nicht alles glückte. Belohnte sich mit seinem schon fünften Tor in der Qualifikation.

Özil:

Auf der Lieblingsposition als Zehner sichtbarer als zuletzt. Bereitete Müllers 2:0 vor, guter Linksschuss (45.+2). Sehr bemüht.

Reus:

Der Dortmunder war der Beste. Er ragte aus dem guten Gesamtkollektiv heraus. Extrem torgefährlich. Der dritte von fünf Abschlüssen saß (39.). Traf dazu noch zweimal die Latte (5./61.).

Götze (bis 86.):

Ein Aktivposten. Auf engstem Raum fand er im Strafraum immer wieder Lösungen. Wuselte sich auch beim wichtigen 1:0 von Reus durch.

Schürrle (ab 86.):

Der Wolfsburger kam kurz vor dem Ende, bewirkte aber nichts mehr.

Podolski (ab 86.):

Nach seinem Tor gegen Australien bekam auch er noch ein paar Pflichtspiel-Minuten.

fin/DPA / DPA
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