HOME

Stern Logo EM 2012

Die EM der halben Sachen: Kaum Sommer, kein Märchen

EM? War da was? Das Turnier ist schon fast vergessen, und wir suchen immer noch nach der EM-Stimmung. Es gab diesmal einfach zu viele halbe Sachen. Schielen wir mit einem Auge ein letztes Mal zurück.

Von Dieter Hoß

Wir kommen, um uns zu beschweren: Diese Europameisterschaft war nichts Halbes und nichts Ganzes. So mancher sucht vielleicht immer noch nach seiner EM-Stimmung - so wie die deutsche Mannschaft nach dem Sieger-Gen. Dabei ist das Turnier schon vorbei, eigentlich schon fast vergessen. Wer sich dennoch erinnert, dem kommen vor allem halbe Sachen in den Sinn.

Nur ein halber Deutscher im Finale

Damit geht's doch schon los. Riccardo Montolivo war der einzige Deutsche im Finale. Der Italiener hat dank einer deutschen Mutter auch einen deutschen Pass, fühlt sich aber nur zu zehn Prozent deutsch, wie er selber sagt. Das ist uns entschieden zu wenig bzw. "das hatten wir uns scho' au' anders vorgestellt", um's mit Jogi Löw zu sagen.

Die Deutschen halten nicht durch

Vorgestellt hatten wir uns nämlich: Superturnier, alles gewinnen, Spanien schlagen, Europameister werden, Pott präsentieren auf der Berliner Fanmeile, Sommermärchen - und NICHT (!) schon wieder gegen Italien verlieren. So begeisterten unsere Helden bestenfalls so halb. Und den Pizza-und-Pasta-Boykott haben wir schon 2006 nicht durchgehalten.

Spanier begeistern nur zum Schluss

Die Spanier machten es andersrum: Gähnial während des ganzen Turniers und erst so richtig auf die Pauke hauen, wenn es zum guten Schluss drauf ankommt. Erst wenn sie müssen oder wollen, lassen die Herren in Rot die anderen so richtig schlecht aussehen. Das ist klug. Sie müssen auch nur noch selten. Das ist toll. Für Spanien. Und frustrierend für den Rest.

Die Franzosen hatten schon mal mehr Streit

Zum Beispiel für die Franzosen. Die kriegten gegen die Spanier keine Schnitte, wirkten für ihre Verhältnisse arg ausgeruht. Bei der WM in Südafrika hatten sie noch richtig vom Leder gezogen: Streit, Beschimpfungen, Trainings-Boykott - da war alles dabei. Diesmal bot der Kollege Ben Arfa seinem Trainer nach einem Streit lieber an, selber abzureisen. Musste er aber dann doch nicht. Samir Nasri immerhin pöbelte mal richtig rum. Aber nur gegen Journalisten. Das zählt ja nicht.

ZDF ist nicht dabei, schon gar nicht mittendrin

Etliche Kollegen des ZDF waren nicht mal theoretisch in der Gefahr, von Monsieur Nasri beschimpft zu werden. Die Besetzung des sogenannten "Fußballstrands" schaffte es ja nur bis Heringsdorf, scheiterte also knapp an der Einreise ins EM-Land Polen. Eindeutig nur dabei statt mittendrin. Fußball gucken, indem man anderen Leuten beim Fußball gucken zusieht - wenn das keine halbe Sache ist.

Griechen haben schon mal mehr überrascht

Was dem ZDF die verpasste Einreise, ist dem Griechen der verpasste Einzug - ins Halbfinale nämlich. Das wäre eine richtige Sensation gewesen. Hat natürlich auch nicht vollends geklappt. Zwar weiß bis heute keiner so genau, wie die ehemaligen Helden des Rehakles die Gruppenphase überstehen konnten, sie haben es aber trotzdem geschafft. Aus dem dann angekündigten "Krieg gegen Merkel" wurde aber nichts. Erstens spielte Merkel natürlich gar nicht mit, zweitens haben die Deutschen keinen Sinn für Überraschungen (siehe Halbfinale gegen Italien). Immerhin: Zwei Tore durften die Griechen nicht mal gegen Polen schießen.

Zwei halbe Gastgeber

Apropos Polen: Unsere Nachbarn waren natürlich wunderbare Gastgeber, genau wie deren Nachbarn, die Ukrainer. Aber sie waren eben - liegt ja in der Natur der Sache - auch nur halbe Gastgeber. Das kann man ihnen nicht vorwerfen, eher schon Herrn Platini, dem Uefa-Chef. Wenigstens bei einer Sache erlaubten sie sich die Co-Gastgeber keine Halbheiten: Beide schieden in der Vorrunde aus.

Unrühmliche Ausnahme Holland

Womit wir bei Holland wären. Die Oranjes hatten mit dem Turnier schlicht nichts zu tun. Dementsprechend machten sie auch keine halben Sachen. Drei Spiele, drei Niederlagen, null Punkte. Und raus.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(