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EM 2021 Bescheidene Eröffnungsfeier mit Bocelli und virtuellem Bono: Nur vorm Anpfiff gab es einen albernen Auftritt

Der Tenor Andrea Bocelli singt die Arie Nessun dorma (Niemand schlafe) aus der Oper Turandot von Giacomo Puccini
Der Tenor Andrea Bocelli singt die Arie Nessun dorma (Niemand schlafe) aus der Oper Turandot von Giacomo Puccini
© Matthias Balk / DPA
Im römischen Olympiastadion ist die Fußball-Europameisterschaft mit einer minimalistischen Feier eröffnet worden. Nur das der Ball mit dem ferngesteuerten Auto eines Großsponsors zum Mittelkreis gefahren wurde, wirkte skurril.

Die Fußball-Europameisterschaft ist mit einem Jahr Verzögerung im Olympiastadion von Rom mit einer kurzen Feier eröffnet worden. Die ersten musikalischen Klänge kamen von einer Blaskapelle, aber das beeindruckendste an den ersten Bildern der Liveübertragung war: Es war unglaublich laut. Die knapp 16.000 Zuschauer im Stadion machten von Beginn an eine Stimmung, als wäre die altehrwürdige Arena voll besetzt – nach über einem Jahr mit Geisterspielen, ist das vielleicht die beste Nachricht von der Eröffnungszeremonie, die minimalistisch und mit visuell-virtuellen Spielereien daherkam.

Bono tritt nur virtuell auf

Der Auftritt von Tenor Andrea Bocelli war noch real und erhielt viel Applaus. Danach präsentierten U2-Sänger Bono, U2-Gitarrist The Edge und DJ Martin Garrix den offiziellen EM-Song "We Are The People". Bono war allerdings im Gegensatz zu seinen beiden Mitmusikern nicht anwesend, sondern sein singendes Porträt wurde virtuell für die TV-Zuschauer erzeugt. Wie schon zuletzt im Finale der Champions League in Porto verwandelte sich das Stadion, durch das noch Rauchschwaden des vorangegangenen Feuerwerks zogen, zumindest für die TV-Zuschauer digital in blau und weiß, dargestellt wurde dabei unter anderem der Siegerpokal für den Europameister. Zuvor erinnerten 24 überdimensionale Bälle in den entsprechenden Landesfarben an die 24 teilnehmenden Nationen.

Als EM-Botschafter begrüßten die einst in Rom aktiven Ex-Nationalspieler Francesco Totti und Alessandro Nesta die Zuschauer. Insgesamt 25 Prozent der Plätze im Olympiastadion durften bei der ersten Partie besetzt sein, genau 15.948 Zuschauer waren erlaubt. Ein wenig skurril wurde es kurz vor Anpfiff: Das ferngesteuerte Automodell eine Großsponsors transportierte den Ball für den Anstoß zum Mittelkreis. Da wirkte der große Fußball dann wieder ganz irdisch.

tis mit DPA

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