EM-QUALIFIKATION Rehhagels Griechen siegen


Die Favoriten Italien und England straucheln, erster EM-Qualifikationserfolg für Otto Rehhagel und Griechenland. Die Italiener verloren mit 1:2 gegen Wales und nehmen nur den dritten Platz in der Gruppe 9 ein.

Die Favoriten Italien und England straucheln, erster Qualifikationserfolg für Otto Rehhagel und Griechenland. Die Italiener verloren in der Qualifikation für die Europameisterschaften 2004 in Cardiff mit 1:2 gegen Wales und nehmen mit vier Punkten hinter Wales (6) und Jugoslawien (4) nur den dritten Platz in der Gruppe 9 ein. Der Stuhl des früheren Bayern-Coaches Giovanni Trapattoni wackelt nun mächtig. Für die Waliser waren Davies (12.) und Bellamy (73.) erfolgreich, für Italien traf nur del Piero (32.). England rettete in Southampton gegen Mazedonien nach zweimaligem Rückstand wenigstens ein 2:2-Unentschieden. Beckham (14.) und Gerard (36.) glichen die Führungstreffer von Sakiri (11.) und Trajanow (25.) aus. In der Tabelle der Gruppe 7 führt nun die Türkei, 5:0-Sieger gegen Liechtenstein, mit neun Punkten vor England (4).

»Wir sind im Rennen«

Die Griechen kamen gegen das international drittklassige Armenien in der Gruppe 6 zu einem 2:0. Zweifacher Torschütze vor nur rund 3000 Zuschauern in Athen war Demis Nikolaidis von AEK Athen (2. und 59.). Nach zwei Niederlagen gewannen die Griechen damit die ersten drei Punkte, die brenzlige Lage wurde jedoch kaum verbessert. »Uns ging es um die drei Punkte. Die haben wir. Wir sind zufrieden«, meinte Rehhagel, »wir sind jetzt wieder im Rennen.« Ein Beleg für die angespannte Situation ist, dass nach dem Duell kein griechischer Spieler zur Pressekonferenz erschien.

Die Niederlande kommt immer besser in Fahrt. Das Team von Coach Dick Advocaat kam am Mittwoch im Spitzenspiel in Wien zu einem 3:0 gegen Österreich und übernahm damit die Tabellenführung in der Gruppe 3. Torschützen waren Seedorf (16.), Cocu (20.) und Makaay (30.). Im zweiten Spiel der Gruppe kam Tschechien zu einem ungefährdeten 2:0- Sieg gegen Weißrussland. Mit Koller, Rosicky (beide Borussia Dortmund) und Ujfalusi (Hamburger SV) waren gleich drei Bundesligaspieler im Team der Tschechen, für die Poborsky (7.) und Baros (23.) trafen.

Rote Karte für Litauer

In der deutschen Gruppe 5 feierte Island in Reykjavik einen 3:0- Erfolg über Litauen. Die Treffer erzielten Helgason in der 50. und Gudjohnsen in der 60. und 73. Minute der Partie. Für Island war es der erste Sieg im zweiten Spiel, Litauen musste dagegen nach dem 0:2 gegen Deutschland bereits die zweite Niederlage einstecken. Bereits nach 20 Minuten hatte der Litauer Cesnauskis die Rote Karte gesehen.

Titelverteidiger Frankreich feierte mit einem 4:0 auf Malta den dritten Sieg in der Gruppe 1. Die Schweiz übernahm mit einem überraschenden 2:1-Sieg in Irland die Tabellenführung in der Gruppe 10.

Bulgarien kam gegen Andorra nicht über ein mühevolles 2:1 hinaus, der Stuttgarter Balakow war in der 58. Minute für die enttäuschenden Gastgeber erfolgreich. Die Bulgaren bleiben nach dem dritten Sieg im dritten Spiel der überlegene Tabellenführer der Gruppe 8. Weiter ungeschlagen ist auch die unter Trainer Waleri Gassajew neu formierte Mannschaft Russlands, die sich in der Gruppe 10 mit 4:1 gegen Albanien durchsetzte. Jugoslawien siegte in der Gruppe 9 mit 2:0 gegen Finnland.


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