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Europa League Der MSV Mainz trifft auf CS Gaz Metan Medias


Der MSV Mainz startet am Donnerstag seine Reise auf der europäische Bühne gegen Rumäniens Vertreter CS Gaz Metan Medias. Der Bundesligist fühlt sich als Favorit, warnt aber trotzdem davor, das erste Spiel in der Qualifikation zur Europa League nicht zu unterschätzen.

Sechs Jahre nach der Premiere im damaligen UEFA-Cup startet der FSV Mainz 05 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in einem internationalen Wettbewerb. In der Qualifikation zur Europa League wartet der rumänische Vertreter CS Gaz Metan Medias.

Die Rückkehr auf die europäische Bühne soll für den FSV Mainz 05 ungeachtet der vielen Fragezeichen über Gegner und Form zu einem Festtag werden. "Ein Spiel auf europäischer Ebene hat man nicht jeden Tag. Das ist etwas Besonderes. Es ist toll, Deutschland international zu vertreten", sagte FSV-Manager Christian Heidel vor dem Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde.

Kein Selbstläufer

Der Konkurrent aus Siebenbürgen ist für die Mainzer ein unbeschriebenes Blatt, weshalb Trainer Thomas Tuchel meinte: "Ich kenne die Mannschaft noch zu wenig, um sie seriös einschätzen zu können." Co-Trainer Arno Michels, der die Osteuropäer in der vorherigen Qualifikationsrunde gegen Kuopio beobachtet hatte, wurde da schon deutlicher: "Medias hat besonders offensiv eine sehr gute Qualität. Das wird mit Sicherheit kein Selbstläufer."

Zumal die neu formierten 05er vor Wochenfrist beim Heim-Turnier gegen Borussia Dortmund und Bayern München noch etliche Schwächen offenbarten. "Wir haben in André Schürrle, Lewis Holtby und Christian Fuchs drei Schlüsselspieler auf Topniveau verloren. Es ist eine Herkules-Aufgabe, sie zu ersetzen", meinte Tuchel danach.

Tuchel: Wir sind natürlich Favorit

Heidel warnte daher vor zu großer Euphorie. "Wir dürfen - und das gilt auch für die Zuschauer - nicht mit der Erwartungshaltung ins Spiel gehen, dass wir Medias einfach so die Kiste vollhauen. Wenn die an diesem Tag alles auf den Platz bringen und wir nicht, dann wird es eng", sagte Heidel in einem Interview der Allgemeinen Zeitung. An der Rollenverteilung ließ er dennoch keinen Zweifel: "Natürlich sind wir Favorit, und natürlich wollen wir eine Runde weiterkommen."

Schließlich soll die Mainzer Europa-Reise wie bei der Premiere 2005 über die Ausscheidung hinaus andauern. Damals war der im Jahr zuvor erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bundesliga aufgestiegene FSV über die Fair-Play-Wertung in den UEFA-Cup gerutscht. Nach Erfolgen gegen Ashtarak (Armenien) und Keflavik (Island) war in der 1. Hauptrunde gegen den späteren Cup-Gewinner FC Sevilla Endstation.

In der Bundesliga haben sich die Mainzer mittlerweile etabliert, im internationalen Geschäft sind sie wie der Neuling aus Medias jedoch unerfahren. "Für viele ist es das erste Spiel auf europäischer Ebene. Das Allerwichtigste ist, dass wir den Gegner nicht unterschätzen", mahnte Heidel. Sein Appell an Spieler und Fans: "Wir müssen das als ganz enges Spiel annehmen. Und entsprechend muss auch die Atmosphäre im Stadion sein."

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