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Europa League Schalke schlägt Bukarest mit 2 -1 und sichert Gruppensieg


Das Positive aus Schalker Sicht am 2:1-Sieg über Steaua Bukarest ist, dass die Königsblauen bereits vorzeitig für die K.o.-Runde der Europa League planen können und Raul sich nun auch mit einem Treffer in diesem Wettbewerb verewigen konnte. Ansonsten war es ein Spiel, das viel zu wünschen übrig ließ.

Schalke hatte trotz haushoher Überlegenheit in der ersten Hälfte an Zählbarem nur die 1:0-Führung durch Kyriakos Papadopoulos (25.) zustande gebracht, sich dann durch Nachlässigkeit den 1:1-Ausgleichtreffer von Raul Rusescu (33.) begünstigt und sich die Aufgabe gegen weitestgehend passive Rumänen unnötig schwer gemacht.

Raul (57.) erzielte in einer weitestgehend ereignislosen zweiten Hälfte dann den 2:1-Siegtreffer, feierte den ersten Europa League-Treffer seiner Karriere und schoss seinen Club damit bereits einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase sicher in die K.o.-Runde.

"Vorzeitig in die nächste Runde - das war unser Ziel. Daher sind wir natürlich zufrieden. Im Grunde haben wir verdient gewonnen", erklärte Manager Horst Heldt, bemängelte aber den Bruch nach dem Gegentor. "Wir hätten es uns aber ein bisschen leichter machen können", befand er, plädierte dann aber bei Sky dafür, den Sieg "trocken und nüchtern“ sehen zu müssen. Was zähle, seien schließlich die drei Punkte und der feststehende Sieg in der Gruppe J, da Larnaka den einzig ernsthaften Konkurrenten Maccabi Haifa mit 2:1 überraschen konnte.

Überlegen, geführt, doch dann der Bruch

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, übernahmen die Schalker, bei denen Jurado und Marco Höger für Julian Draxler und Atsuto Uchida in die Startelf rotiert waren, vor heimischem Publikum das Kommando. Sie störten Bukarest früh, zwangen die Rumänen zu schnellen Ballverlusten und schnürten sie dann in der eigenen Hälfte ein. Zehn Eckbälle nach gerade einmal zwanzig Minuten untermauerten die eindeutige Feldüberlegenheit der Königsblauen, deren einziges Manko war, sehr lange gebraucht zu haben, diese auch auszunutzen.

Erst die zwölfte und diesmal nicht nach Schema F ausgeführte Ecke brachte den gewünschten Erfolg. Alexander Baumjohann hatte eine Ecke flach auf Jurado gespielt, der in die Mitte flankte und Papadopoulos fand. Der völlig unbewachte Grieche köpfte den Ball zum 1:0 in die Maschen (25.). Klaas-Jan Huntelaar bekam kurz darauf die Gelegenheit zu erhöhen, nach tollem Zuspiel von Baumjohann driftete er jedoch zu weit nach rechts ab und vergab aus spitzem Winkel.

Offenbar eingelullt von der eigenen Überlegenheit ermöglichte Schalke dann dem Gegner den völlig überraschenden Ausgleich. Steaua konnte mit drei kurzen Pässen die Defensive der Hausherren in Verlegenheit bringen, Pablo Brandan genau in die Schnittstelle der Abwehrkette passen und Rusescu aus zwölf Metern zum 1:1 vollstrecken (33.). Beflügelt von diesem Erfolgserlebnis wurden die Gäste zunächst mutiger, standen offener und stellten viel zu umständlich agierende Schalke vor das Problem eine passende Antwort darauf zu finden.

Raul macht alles klar

Nach dem Seitenwechsel bot sich dann wieder das über weite Strecken der ersten Hälfte bekannte Bild. Steaua stand tief, Schalke postierte sich um den Strafraum herum, tat aber letztlich viel zu wenig. Richtig gefährlich wurde es erst knapp vor der Stundenmarke. Ein Befreiungsschlag von Iasmin Latovlevici misslang, Huntelaar zog ab und Raul hielt die Fußspitze in den Ball, der zum 2:1 in die Maschen flog.

Der Treffer sollte die letzte wirklich aufregende Szene in dieser Partie bleiben. Raul hatte in der Zwischenzeit zwar noch einmal vergeblich versucht, in einen geblockten Schuss von Huntelaar zu grätschen, und Papadopoulos einmal über das Tor geköpft – wirklich zwingend war das aber nicht. Allerdings kamen die Gäste gegen die insgesamt bis auf den Aussetzer beim Gegentor gut stehende Schalker Hintermannschaft auch nicht mehr zum Zug.

Malte Asmus 

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