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Europa League Schalke zittert um das Weiterkommen in der Europa League


Drei Tore Differenz stehen zwischen Schalke 04 und dem Einzug in die Europa League. Vor dem Rückspiel in den Playoffs gegen HJK Helsinki ermahnt Manager Horst Heldt die Mannschaft und fordert mehr mentale Stärke als im Heimspiel.

Vor 113 Tagen standen sie noch im Halbfinale der Champions League, jetzt droht den Schalkern in den Playoffs der Europa League das Aus. Gegen HJK Helsinki kann nur bei einem Erfolg mit drei Toren Differenz für die Gruppenphase geplant werden.

Schalke-Manager Horst Heldt sprach nach dem 0:2 auf finnischem Kunstrasen von einer "Katastrophe", sollte das von keinem Erwartete tatsächlich eintreffen. Jetzt fordert Heldt Kopfarbeit von den königsblauen Profis: "Die Spieler müssen ihr Hirn einschalten" - zu simpel, zu leicht durchschaubar, zu ideenlos präsentierten sie sich im Playoff-Hinspiel. "Wir haben uns völlig unnötig in eine schwierige Ausgangssituation gebracht", schimpfte Heldt.

Trotzdem soll alles gut werden, nachdem sich der in Helsinki geschonte Raúl endgültig zu Schalke bekannt hat und die Rangnick-Mannschaft mit dem 4:2 von Mainz ein Lebenszeichen überdeutlich sichtbar gemacht hat. "Wir haben mehr Qualität, wir sind die bessere Mannschaft", sagte Heldt. Aber "wir müssen perfekt sein", fordert er.

Was gegen Mainz geht, muss auch gegen Helsinki gehen

Eine Art Endspiel also, in dem es bei den klammen Schalkern auch um Bares geht. Einnahmen sind einkalkuliert, fünf Millionen oder mehr könnten es werden. Heldt: "Das ist viel Geld." Und dieses viele Geld soll zum Abbau von Verbindlichkeiten dienen, die der Konzern Schalke im Mai mit 216 Millionen Euro bezifferte. Aus der Champions League 2010/2011 generierten die Gelsenkirchener 39,75 Millionen Euro - doch das ist in der Europa League illusorisch.

Rangnick und Heldt setzen auf die jüngsten Bundesligaerfolge. 5:1 gegen Köln, 4:2 in Mainz nach einem 0:2-Rückstand - "wenn man in Mainz vier Tore in einer Halbzeit schießt, dann kann man das auch in 90 Minuten gegen Helsinki schaffen", sagte Rangnick. Dann aber müsse "eine komplett andere Leistung" als im Hinspiel auf den Rasen der 54.142 fassenden Veltins-Arena gezaubert werden.

Fuchs hat Sperre nach fünf Jahren abgesessen

Heldt ist vom Erfüllen der Pflichtaufgabe gleichermaßen überzeugt: "Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, ein 0:2 aufzuholen." Doch auch Helsinki bewältigte seine Generalprobe blendend: 5:0 gewann die Elf von Trainer Antti Muurinen gegen Tabellenschlusslicht Rovaniemi PS und baute seine Spitzenposition aus.

Auf Christoph Metzelder (Muskelfaserriss in der Wade) und Peer Kluge (Muskelfaserriss im Oberschenkel) muss Rangnick verzichten. Dafür ist Linksverteidiger Christian Fuchs erstmals nach fünf Jahren wieder im Europapokal spielberechtigt. Seit einer Roten Karte aus der UEFA-Partie seines damaligen Vereins SV Mattersburg gegen Wisla Krakau im Jahr 2006 musste der Schalker Neuzugang aus Mainz fünfmal zwangspausieren.

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