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Dreesen über Neuzugänge: FC-Bayern-Vorstand: 100-Millionen-Transfer möglich

Bei Transferausgaben ist die Bundesliga im internationalen Vergleich bescheiden. Noch hat kein Verein einen Transfer von 100 Millionen Euro gestemmt. Doch das könnte sich bald ändern.

Jan-Christian Dreesen (r., hier mit Karl-Heinz Rummenigge) kann sich vorstellen, dass der FC Bayern 100 Millionen Euro an Ablöse für Stars zahlen wird

Jan-Christian Dreesen (r., hier mit Karl-Heinz Rummenigge) kann sich vorstellen, dass der FC Bayern 100 Millionen Euro an Ablöse für Stars zahlen wird

Bislang legte offiziell nur Real Madrid Summen jenseits der 90 Millionen Euro auf den Tisch, um neue Fußball-Stars zu verpflichten. Cristiano Ronaldo und Gareth Bale kosteten so viel. In der Bundesliga sind solche Summen noch unvorstellbar. Doch der Finanzvorstand des FC Bayern, Jan Christian Dreesen, deutet in einem Interview mit dem "Kicker" an, dass auch die Münchner in Zukunft solch gigantische Summen ausgeben könnten.

"Ja, wir könnten 100 Millionen Euro für einen Spieler zahlen", antwortet Dreesen auf die Frage, ob der FC Bayern einmal so einen Preis für einen Star stemmen könnte. Zum Zeitpunkt äußert sich der Finanzvorstand allerdings zurückhaltend. "Es ist einfach, jetzt nie zu sagen. Das versuche ich bewusst zu vermeiden, weil ich mich ungern irgendwann korrigieren möchte."

Asiatischer Markt birgt Potenzial

Vier Monate vor der China-Reise des FC Bayern hebt Dreesen derweil die großen Chancen auf dem asiatischen Markt hervor. "Wenn bei unserem Spiel der Club-WM 2013 gegen Guangzhou über 100 Millionen Chinesen zugeschaut haben und davon ein Prozent eine Bayern-Kappe kauft, haben wir noch ein Wahnsinns-Potenzial und können uns so positionieren, dass wir wettbewerbsfähig bleiben", sagt er.

"Wir haben eine unglaubliche Fanbasis in ganz Asien. Wenn wir das internationale Geschäft vorantreiben, wird das eine der wesentlichen Säulen unseres künftigen Wachstums", erklärt Dreesen, der im Februar 2013 die Nachfolge von Karl Hopfner im Vorstand antrat.

Dreesen pocht auf Anstieg der TV-Einnahmen

Wie Karl-Heinz Rummenigge sieht Dreesen einen Anstieg der TV-Einnahmen als notwendig an. "Es kann nicht sein, dass das Land des Weltmeisters mit einer hochattraktiven Liga den schlechtesten TV-Topf der führenden fünf Länder in Europa hat. So werden wir dauerhaft international nicht konkurrenzfähig sein."

Pläne, weitere Anteile am FC Bayern an Investoren zu verkaufen, gibt es allerdings nicht. "Das ist kein Thema. Wir haben versprochen, dass wir nicht mehr als 30 Prozent abgeben. Dieses Versprechen werden wir nicht brechen. Es gäbe sicher Bewerber, aber die Frage stellt sich nicht." Aktuell hält der Mutterverein 75 Prozent der Anteile. Mit jeweils 8,33 Prozent sind Adidas, Audi und Allianz beteiligt.

feh/DPA / DPA

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