1. FC Köln – Bayern München 1:3 (1:1)
Die beste Hinrunde in der Geschichte des FC Bayern ist perfekt. Beim 3:1 (1:1) hatte der Rekordmeister beim Aufsteiger 1. FC Köln zwar große Mühe, ließ sich am Ende aber auch von einer knapp zehnminütigen Pyro-Unterbrechung und einem Fehlgriff von Torhüter Manuel Neuer nicht aufhalten. Die umjubelte Führung des FC durch einen haltbaren Schuss von Linton Maina (41. Minute) drehten Serge Gnabry (45.+5), Min-jae Kim (71.) und Lennart Karl (84.) noch zum 15. Sieg der Münchner bei zwei Unentschieden in den ersten 17 Spielen der Saison.
Drei Tage nach dem 8:1 gegen den VfL Wolfsburg beendete das Team von Trainer Vincent Kompany die Hinrunde somit als souveräner Halbzeitmeister mit 47 Zählern und plus 53 Toren. In der Hinserie der Saison 2013/2014 hatte der FCB eine Hinserie mit ebenfalls 47 Punkten und plus 35 Toren gespielt.
Für die Rekordmarke war aber eine Leistungssteigerung nach der Pause nötig. Wie schon im Pokalspiel Ende Oktober fiel das Duell der Supertalente zunächst flach. Bein FC stand zwar Said El Mala diesmal wieder in der Startelf, Karl saß bei den Bayern aber erst noch auf Bank und wurde später eingewechselt. Und wie beim 4:1-Pokalsieg der Bayern trumpften die Kölner in der ersten Halbzeit auf. Immer wieder mit schnellem und engagiertem Umschaltspiel stellte der Aufsteiger den Rekordmeister vor Probleme.
TSG Hoffenheim – Borussia Mönchengladbach 5:1 (4:0)
Schon vor der Pause zeigte Andrej Kramaric mit drei Fingern triumphierend seine drei Tore an: Der Stürmerstar und die TSG 1899 Hoffenheim in Gala-Form haben Borussia Mönchengladbach zum Vorrunden-Abschluss vorgeführt. Beim 5:1 (4:0) vor nur 20.750 Zuschauern in Sinsheim trafen neben dem TSG-Torjäger (22. Minute/Foulelfmeter, 45.+1/45.+4) noch Tim Lemperle (24.) und Max Moerstedt (77.) für die TSG.
Hoffenheim hat nur eines (0:2 in Dortmund) seiner vergangenen zehn Liga-Spiele verloren. Während die Kraichgauer ihren fünften Heimsieg in Serie feierten und ein heißer Europacup-Kandidat bleiben, erlebte Gladbach mit Trainer Eugen Polanski an dessen früherer Wirkungsstätte eine Lehrstunde. Shuto Machinos Treffer zum 1:4 (68.) änderte daran nichts.
RB Leipzig – SC Freiburg 2:0 (0:0)
Zwei Standards, zwei Tore, endlich wieder ein Sieg: RB Leipzig ist mit Verspätung erfolgreich ins neue Jahr gestartet und hat rechtzeitig vor dem Bundesliga-Hit gegen Bayern München seine kleine Ergebniskrise beendet. Die Sachsen bezwangen den SC Freiburg mit 2:0 (0:0) und feierten nach zwei Niederlagen nacheinander wieder einen Erfolg.
Vor nur 30.902 Zuschauern sorgte ein Doppelschlag binnen drei Minuten für die Entscheidung. Abwehrchef Willi Orban (53. Minute) köpfte Leipzig nach einem Freistoß in Führung. Mittelstürmer Romulo (56.) legte nach einer Ecke ebenfalls per Kopf nach. Leipzig festigte damit den dritten Platz hinter Spitzenreiter München und Verfolger Dortmund.
VfL Wolfsburg - FC St. Pauli 2:1 (1:1)
Der VfL Wolfsburg hat sich vom 1:8-Debakel in München gut erholt. Nur drei Tage danach schlug der Volkswagen-Club den FC St. Pauli im wichtigen Nord- und Kellerduell mit 2:1 (1:1). Das erste Bundesliga-Tor von Christian Eriksen (25. Minute/Handelfmeter) und der späte Siegtreffer von Dzenan Pejzinovic (88.) bescherten den Wolfsburgern einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz. St. Pauli war vor 22.031 Zuschauern lange ein gleichwertiger Gegner, traf aber nur zum 1:1 durch Eric Smith (40.).
VfB Stuttgart – Eintracht Frankfurt 3:2 (2:1)
Rückkehrer Ermedin Demirovic, Torjäger Deniz Undav und Joker Nikolas Nartey haben den VfB Stuttgart zumindest vorübergehend in die Champions-League-Plätze geschossen. Vier Tage nach ihrer 4:1-Gala bei Bayer Leverkusen gewannen die Schwaben dramatisch mit 3:2 (2:1) gegen Eintracht Frankfurt und schoben sich auf Tabellenplatz drei vor.
Die Hessen, die in der Hinrunde damit insgesamt 36 Gegentore kassiert haben, bleiben hinter den Europapokal-Rängen. Zudem verloren sie ihren neuen Stürmer Younes Ebnoutalib, der angeschlagen raus musste.
BVB – Werder Bremen 3:0 (1:0)
Erfolgreich, aber weiter ohne Glanz: Borussia Dortmund hat Werder Bremen besiegt und den zweiten Tabellenplatz gefestigt. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac bezwang die Hanseaten erst dank zweier später Treffer deutlich mit 3:0 (1:0). Vor 81.365 Zuschauern erzielten Nico Schlotterbeck (11. Minute), Marcel Sabitzer (76.) und der eingewechselte Serhou Guirassy (83.) die Tore für den BVB.
Die drei Treffer übertünchten damit einen spielerisch lange dürftigen Auftritt der daheim in der Liga weiter ungeschlagenen Dortmunder. Guirassy beendete zudem eine persönliche Negativserie. Der Angreifer traf erstmals seit Ende Oktober wieder in der Liga.
Werder hat nun bereits sechs Pflichtspiele am Stück nicht gewonnen. Das Team von Coach Horst Steffen, dessen Partie gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Wochenende wetterbedingt ausgefallen war, muss nach dem missglückten Jahresstart aufpassen, nicht noch richtig in den Abstiegskampf zu rutschen.
FSV Mainz 05 – 1. FC Heidenheim 2:1 (1:0)
Mainz 05 hat mit dem ersten Sieg unter Urs Fischer im Kellerduell zum Hinrunden-Abschluss die Rote Laterne an den 1. FC Heidenheim abgegeben. Das 2:1 (1:0) war der erste Heimspielerfolg der Rheinhessen seit Februar 2025 und der erste Dreier nach zuletzt zwölf Partien ohne Sieg.
Silvan Widmer (30. Minute) und Nadiem Amiri (48.) schossen für die Gastgeber vor 24.500 Zuschauern in der Mewa Arena die Tore. Stefan Schimmer (60.) traf für die Gäste. Mainz schloss nach Punkten (12) zu Heidenheim und dem FC St. Pauli, der zwei Spiele weniger hat, auf. Dank der besseren Tordifferenz beendet Mainz die Hinrunde mindestens als Tabellen-17. Heidenheim ist Letzter.
Die Partie zwischen dem Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen war abgesagt worden. Grund dafür waren wetterbedingte statische Risiken durch aufgestautes Tauwasser auf der Dachmembran der Arena.