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Rückspiel gegen Real Warum die Bayern heute scheitern

Bayern München Real Madrid
 Juan Bernat, Arturo Vidal und Arjen Robben (v. l. n. r.) nach der Niederlage des FC Bayern München im Hinspiel gegen Real Madrid
© Andreas Gebert/DPA
Die Ausgangslage für den FC Bayern München vor dem Rückspiel im Viertelfinale der Champions League in Madrid ist bescheiden: Real hat in München gewonnen und dabei zwei Auswärtstore erzielt. Aber noch ist nichts verloren für den deutschen Rekordmeister. Oder?

1:2 verloren. Im eigenen Stadion. Gegen Real Madrid. Zugegeben, die Voraussetzungen auf ein Weiterkommen könnten vor dem Rückspiel im Bernabéu besser sein für den FC Bayern München. Spricht überhaupt noch etwas für den deutschen Rekordmeister? Nein. Warum sich Real Madrid die Halbfinalteilnahme nicht mehr nehmen lässt:

- Das 2:1 von München ist ein nahezu perfektes Ergebnis für das Team von Trainer Zinedine Zidane, das seine größte Offensivgefahr ohnehin aus überfallartigen Kontern generiert - die es auch ohne den verletzten Gareth Bale im Rückspiel routiniert fahren wird. Denn die Bayern müssen kommen, brauchen mindestens zwei Tore und müssen hinten dicht halten. Gegen die Erfahrung und das Selbstverständnis dieser Real-Truppe, die in beinahe identischer Besetzung bereits 2014 und 2016 den Henkelpott holte, mutet das wie ein beinahe aussichtsloses Unterfangen an.

Cristiano Ronaldo. Der 32-Jährige bleibt der größte Trumpf im an Trümpfen nicht eben armen Blatt der Madrilenen. Mit seinen beiden Treffern im Hinspiel wurde der Portugiese zum ersten Spieler, der 100 Tore in europäischen Klubwettbewerben erzielen konnte. Insgesamt erzielte der Europameister bisher 279 Tore in 260 Pflichtspielen für Real. Dass Ronaldos Ehrgeiz und seine Gier nach weiteren Erfolgen darüber noch nicht gestillt ist, macht diese Quote nur noch unglaublicher als ohnehin.

FC Bayern München: Riesenaufgabe im Bernabéu

- Nur wenige Stadien in Europa haben einen solchen Mythos wie die am 14. Dezember 1947 eröffnete Arena, die später nach dem damaligen Vereinspräsidenten Santiago Bernabéu benannt wurde. Die Heimat von Real Madrid, in der heute rund 80.000 Menschen Platz finden, ist ein Mythos, der schon viele deutsche Mannschaften zermürbt hat. Zwar geht es heute nicht mehr so rüde zu wie zum Beispiel 1987, als Bayern-Spieler mit Steinen, Batterien und Eisenstangen von den Rängen beworfen wurden. Trotzdem kann die Stimmung im Erfolgsfall auch die ausgebufftesten Gegner einschüchtern. Umgekehrt wird es bei einer schlechten Vorstellung der Spieler in den weißen Trikots ziemlich schnell ziemlich still im Stadion, so dass es lähmend auf die Mannschaft wirkt. Es liegt an Ronaldo, Kroos und Kollegen, dies gegen die Bayern um jeden Preis zu vermeiden.

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tim

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