VG-Wort Pixel

Rückspiel gegen Real Warum die Bayern heute doch noch weiterkommen

FC Bayern München
Jubelnde Bayern nach dem 1:0-Führungstreffer durch Arturo Vidal (r.) im Hinspiel gegen Real Madrid
© Sven Hoppe/DPA
Die Ausgangslage für den FC Bayern München vor dem Rückspiel im Viertelfinale der Champions League in Madrid ist bescheiden: Real hat in München gewonnen und dabei zwei Auswärtstore erzielt. Aber noch ist nichts verloren für den deutschen Rekordmeister. Oder?

1:2 verloren. Im eigenen Stadion. Gegen Real Madrid. Zugegeben, die Voraussetzungen auf ein Weiterkommen könnten vor dem Rückspiel im Bernabéu besser sein für den FC Bayern München. Spricht überhaupt noch etwas für den deutschen Rekordmeister? Ja. Was dem Team von Trainer Carlo Ancelotti berechtige Hoffnung macht:

- Er ist das größte Versprechen der potenziellen Rückkehrer aus dem Bayern-Lazarett: Robert Lewandowski wurde im Hinspiel schmerzlich vermisst. Im Bernabéu braucht Bayern nun erst recht dringend Tore - und von denen hat der komplette Stürmer in bisher 40 Pflichtspielen bereits 38 erzielt. "Dass Lewy wieder mitspielt, hilft uns", sagt Ancelotti über die Bedeutung von Lewandowski. "Er gibt uns einfach mehr Vertrauen." Real-Coach Zinedine Zidane bezeichnet den Polen ergänzend als "wahren Neuner" und definitives Plus für die Bayern. 

Während Lewandowskis Comeback in der Startelf als gesichert gilt, stehen hinter den Einsätzen der Weltmeister Jerome Boateng und Mats Hummels noch dicke Fragezeichen: Boateng konnte zuletzt nach Aduktorenproblemen wieder weitgehend beschwerdefrei trainieren, Hummels musste wegen seiner noch nicht auskurierten Sprunggelenksverletzung bereits beim Aufwärmspiel im Training passen. Bei beiden wird wohl erst kurz vor Anpfiff über einen Einsatz in Madrid entschieden.

FC Bayern München: "sensationelle Mentalität"

- Ohne ihn wäre für die Bayern schon nach dem Hinspiel alles aus gewesen: Mit ein paar sensationellen Paraden hinterlegte Manuel Neuer auf höchstem internationalen Niveau einmal mehr seine Visitenkarte als "bester Torwart der Welt" - auch wenn ihm Cristiano Ronaldos Direktabnahme aus kurzer Distanz zum 2:1-Siegtreffer für Real unglücklich durch die Beine flutschte. Auf Neuers Rettungstaten werden die Münchner gegen die konterstarken "Königlichen" auch im Rückspiel angewiesen sein. Als Vorbild könnte Neuer hier Oliver Kahn dienen, der 2001 auf dem Weg zum Champions-League-Titel beim 1:0-Sieg der Bayern im Halbfinalhinspiel im Bernabéu eines der besten Spiele seiner Karriere ablieferte.

- Ex-Bayern-Profi Didi Hamann, Champions-League- und Uefa-Pokal-Sieger mit dem FC Liverpool, lobt die "sensationelle Mentalität" der Bayern und betont: "Eine Mannschaft, wie sie der FC Bayern jetzt hat, werden wir in den nächsten 20, 30 Jahren nicht mehr sehen." Genauer: Schon nächstes Jahr nicht mehr, da Stützen wie Philipp Lahm und Xabi Alonso im Sommer Schluss machen. Sie selbst und die ausgebufften Allesgewinner um sie herum - Neuer, Müller, Robben & Co. - werden alles daran setzen, das angekündigte Ende dieser Ära mit dem größtmöglichen Erfolg zu versüßen - ein Hunger, der den Madrilenen nach zwei Champions-League-Titeln in den letzten drei Jahren abgehen könnte, sollte es im Rückspiel tatsächlich nochmal eng werden.

tim

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker