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Fifa-Schmiergeldskandal: BVB-Chef Watzke fordert Blatters Rücktritt

In der Schmiergeldaffäre steht Fifa-Präsident Joseph Blatter gehörig unter Druck. Nach DFL-Präsident Rauball hat sich jetzt auch Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Rücktrittsforderungen angeschlossen.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat den Rücktritt von FIFA-Präsident Joseph Blatter verlangt. "Ich schließe mich den Rücktrittsforderungen von Reinhard Rauball an", sagte Watzke in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Focus" (nachzulesen in der Montag-Ausgabe). Es gebe im Grunde nur zwei Möglichkeiten, damit der Chef des Fußball-Weltverbands FIFA abtrete. "Entweder geht er aus freien Stücken. Die zweite Möglichkeit ist, dass ihm das Exekutivkomitee das Misstrauen ausspricht", betonte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten.

Nach Ansicht von Watzke halten die Mitglieder des Exekutivkomitees an Blatter nur aus einem Grund fest: "Sie dürfen nicht vergessen, was Blatter wirtschaftlich aus der FIFA alles herausgeholt hat. Das vergessen die Leute nicht."

Im Zuge des Schmiergeldskandals hatte schon Ligapräsident Reinhard Rauball, der gleichzeitig Präsident des BVB ist, Blatters Rücktritt gefordert. Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hingegen, der Mitglied im Führungsgremium des Weltverbandes ist, lobte Blatter als treibende Kraft im Reformprozess. Dennoch glaubt Watzke, "dass die FIFA begriffen hat, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Schließlich ist der Imageschaden immens."

jwi/DPA / DPA

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