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Tätlichkeit gegen HSV-Spieler Ribéry kneift Müller ins Gesicht - und kommt wieder mal davon


Bayern München hat den HSV wie erwartet geschlagen, auch wenn die Hamburger sich lange erfolgreich wehrten. Dabei fiel Franck Ribéry besonders auf - durch eine gute Leistung und einen Aussetzer.

Mit so viel Widerstand hatten die Bayern vermutlich nicht gerechnet. Schließlich ist der Gegner durch einen schwachen Saisonstart und eine wilde Trainerdiskussion arg gebeutelt. Doch der HSV zeigte sich im Volkspark über weite Strecken des Spiels gegen den FC Bayern als widerspenstiger Gegner, der mit viel Einsatz und einer guten Defensivleistung am Ende nur knapp verlor.

Im ersten Durchgang hatten die Bayern lediglich zwei Torchancen. Erst nach Wiederanpfiff erhöhten sie den Druck auf das HSV-Tor immer mehr. Doch fast hätten die Hamburger einen Punkt gerettet. Erst in der 88 erzielte Joshua Kimmich nach Vorarbeit von Franck Ribéry den 1:0-Siegtreffer.

Müller findet es halb so wild 

Ribéry war es auch, der mal wieder für einen Aufreger sorgte. In der 73. Minute kniff er seinem Gegenspieler Nicolai Müller recht kräftig in die Wange - eine klare Tätlichkeit. Doch Schiedsrichter Felix Zwayer zeigte dem Franzosen nur die gelbe Karte. Für den gekniffenen Müller war die Tätlichkeit allerdings nur halb so wild: "Franck wollte mir wohl den Bart streicheln. Solche Scharmützel gehören dazu," sagte er dem TV-Sender "Sky" nach der Partie. Der frühere Fifa-Schiedsrichter Markus Merk sah bei "Sky" einen "Ermessensspielraum beim Schiedsrichter".

Tatsache ist, dass Ribéry in den vergangenen Monaten immer wieder zu Tätlichkeiten oder grenzwertigen Verhalten auf dem Platz neigte, aber nie Rot sah. So zeigte er seine Dünnhäutigkeit schon bei der USA-Reise im Testspiel gegen Inter Mailand, als er sich mit Gegenspieler Felipe Melo harte Zweikämpfe und eine Rangelei lieferte und einem Platzverweis nah war. Trainer Carlo Ancelotti rüffelte seinen Star danach mit deutlichen Worten.

Ribéry kommt bislang immer davon

Im Supercup-Final vor Beginn der Saison streckte der Franzose den Dortmunder Felix Passlack mit dem Ellenbogen nieder. Auch hier kam Ribéry mit einer gelben Karte davon. Wenige Tage später im Pokalspiel gegen Jena packte er Matthias Kühne (nachdem der ihn ordentlich angerempelt hatte) am Kopf und warf ihn zu Boden. Für die Aktion gab es nicht mal eine Karte. Der Franzose mit dem hitzigen Temperament hat bislang immer viel Glück gehabt.

Tim Schulze

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