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Juventus Turin gegen Dynamo Kiew Französin pfeift als erste Frau in der Champions League der Männer

Stephanie Frappart gilt als eine der besten Schiedsrichterinnen weltweit
Stphanie Frappart gilt als eine der besten Schiedsrichterinnen weltweit
© Jean-Francois Monier / AFP
Stéphanie Frappard wird am Mittwochabend als erste Frau eine Partie in der Champions League der Männer leiten und damit ein Stück Fußball-Geschichte schreiben. Jürgen Klopp fand schon vor einem Jahr lobende Worte für die Französin.

Die Französin Stéphanie Frappart wird am Mittwochabend Fußball-Geschichte schreiben. Die 36 Jahre alte Schiedsrichterin leitet bei der Begegnung Juventus Turin gegen Dynamo Kiew ab 21.00 Uhr als erste Frau ein Champions-League-Spiel der Männer.

Frappart schaffte im April 2019 den Aufstieg in die 1. französische Liga und pfeift seitdem dort regelmäßig Spiele. Schnell folgte der Schritt auf die internationale Bühne, als sie im vergangenen Jahr den Uefa-Supercup zwischen Liverpool und Chelsea leitete. Die Reds gewannen mit 5:4 im Elfmeterschießen und Trainer Jürgen Klopp lobte nach dem englischen Duell Frappart ausdrücklich für ihre Leistung. Damit ist sie auch die erste Frau, die bei einem bedeutenden Uefa-Pflichtspiel der Männer zum Einsatz kam.

Uefa: Eine der besten Schiedsrichterinnen weltweit

Der Schiedsrichterchef der Uefa, Roberto Rosetti, hatte ihr damals das "Rüstzeug" bescheinigt, "auf der großen Bühne zu bestehen". Frappart habe "über Jahre hinweg gezeigt, dass sie eine der besten Schiedsrichterinnen ist, und zwar weltweit", hatte Rosetti gesagt.

Folgerichtig pfeift sie seit dieser Saison auch Spiele der Europa League. Im vergangenen Monat war sie Unparteiische in der Partie zwischen Leicester City und Sorja Luhansk, in der vergangenen Woche bei der Partie zwischen Granada und Omonia Nikosia. Nun folgt mit dem Champions-League-Spiel der nächste Schritt auf der Karriereleiter.

Frappart war ehemals selbst als Fußballerin aktiv, doch entschied sich früh für eine Karriere als Schiedsrichterin. Bereits als 19-Jährige wurde sie nicht nur im Frauen-, sondern auch im Männerspielbetrieb in der siebten französischen Spielklasse eingesetzt. Hauptberuflich ist sie für den französischen Arbeitersportverband tätig.

Quellen: DPA, "Spiegel", "Kicker"

tis

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