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Bittere Klatsche: Australiens Fußball-Damen werden von U-15-Jungs deklassiert

Mut machen vor einem wichtigen Turnier sieht anders aus. Die australische Fußball-Damenauswahl hat sich im Vorfeld zu Olympia eine bittere Klatsche abgeholt - und zwar gegen eine Truppe 14-jähriger Jungs.

Frauenfußball: Lisa De Vanna spielt für die australische Fußball-Nationalmannschaft und schlägt ihre Hände über den Kopf

Lisa De Vanna spielt für die australische Nationalmannschaft im Frauenfußball (Archivbild)

Etwas mehr als zwei Monate vor dem Start der Olympischen Spiele 2016 blamiert sich einer der Medaillenaspiranten im internationalen Frauenfußball. Die australische Fußball-Nationalmannschaft der Frauen - laut Fifa-Weltrangliste immerhin die Nummer fünf der Welt - hat sich von der U-15 eines australischen Erstligisten in einem Testspiel vom Platz fegen lassen. Die maximal 14-jährigen Kicker von den Newcastle United Jets siegten am Ende mit 7:0.

Die australische "Huffington Post" zitiert einen der Trainer der "Matildas", wie die Damenelf genannt wird: "Um ehrlich zu sein, haben wir das nicht erwartet. Aber die Jets-Jungs haben sehr gut gespielt." Ihm zufolge müsste die Frauenauswahl öfter gegen Jungsmannschaften antreten, weil es "in unserem Teil der Welt" nicht genügend qualitativ gute Frauenteams gäbe. Beim vorangegangenen Spiel gegen eine andere Jugendtruppe habe man noch wenigstens ein 2:2-Unentschieden herausgeholt.

Trainer und Torfrau rechtfertigen sich

Der zitierte Trainer schiebt die bittere Pleite auf den mangelnden Fitness-Stand seines Teams. Außerdem hätte man auch einfachere Gegner raussuchen können, wollte die Damen aber angemessen testen. Eine der Torfrauen der Australier relativierte die Niederlage auf Twitter und verwies auf die starke Physis des Jungsteams. "Die Leute jammern über die Niederlage der Matildas. Aber habt Ihr die Spitzen-Teams der "Jungs" heutzutage mal gesehen? Das sind kräftige und pfeilschnelle Männer."


Außerdem führt sie in weiteren Tweets aus, dass viele Stars des Teams in Ländern am anderen Ende der Welt spielen würden, und dort "versuchen, sich den Lebensunterhalt zu verdienen". Darüber hinaus seien "die Hälfte der Tore" durch Kopfbälle gefallen und die "Matilda-Verteidigerinnen wären nicht einmal mit Stelzen daran gekommen", retweeted sie. 

Der deutschen Auswahl ist übrigens im Jahr 2003 einmal Ähnliches passiert. Die deutschen Damen, immerhin in dem Jahr Weltmeister geworden, unterlagen der B-Jugend des VfB Stuttgart in einem Testspiel glatt mit 0:3.

fin

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