HOME

Stern Logo Frauenfußball-WM 2011

Nach dem WM-Aus: Prinz rechnet mit Neid ab

Klare Worte von Birgit Prinz nach dem WM-Aus: Die aussortierte Stürmerin beklagt atmosphärische Störungen mit Silvia Neid. Die Bundestrainerin habe sie "zum Abschuss freigegeben".

Fußball-Rekordnationalspielerin #link;http://www.stern.de/sport/birgit-prinz-90251733t.html;Birgit Prinz# hat eine für sie enttäuschende Bilanz der Heim-WM gezogen und kommunikative Probleme mit Silvia Neid beklagt. Die Bundestrainerin hätte sich "klarer zu mir oder klarer gegen mich positionieren müssen", sagte die 33-Jährige am Donnerstag im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. "Sie hat sich einerseits zu mir gestellt, aber andererseits durch die Auswechslungen gleichzeitig wieder zum Abschuss freigegeben."

Prinz war in den ersten beiden Spielen bei ihrer letzten WM kurz nach der Halbzeit ausgewechselt worden und hatte in Absprache mit Neid auf ihren Einsatz im dritten Gruppenspiel gegen Frankreich verzichtet. Im Viertelfinale gegen Japan (0:1 n.V.) kam sie ebenfalls nicht mehr zum Zuge. "Ich habe signalisiert, dass ich da bin, doch sie hat sich anders entschieden", sagte die Stürmerin, die in den "nächsten Tagen" über eine Fortsetzung ihrer Vereinskarriere beim 1. FFC Frankfurt entscheiden will. Grundsätzlich sei es zwischen ihr und Neid "kommunikativ nicht optimal gelaufen".

Insgesamt zeigte sie sich "immer noch enttäuscht" über den Verlauf der WM, die für sie "persönlich ziemlich hart" war. Mit dem Wissen von heute, wüsste sie nicht, "ob ich mir es noch mal antun" würde.

Einem vom DFB offerierten Abschiedsspiel steht sie nicht ablehnend gegenüber. "Ich bin mir sicher, dass es zu keiner Situation wie bei Michael Ballack kommt", sagte Prinz. "Wir werden gucken, dass es für beide Seiten passt und dass man zu einer guten Lösung findet."

kbe/DPA

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity