Fußball-Bundesliga Magath muss Lappen abgeben


Wer auf den Straßen zu schnell ist, der wird bestraft. Das gilt auch für Bundesliga-Trainer. Weil Schalkes Coach Felix Magath in seinem Wagen mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, muss er jetzt büßen. Den Verhandlungstermin vor Gericht schwänzte Magath.

Wegen zu schnellen Fahrens muss Schalke-Trainer Felix Magath einen Monat lang seinen Führerschein abgeben und 320 Euro Geldbuße zahlen. Außerdem bekommt der 56-Jährige drei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg. Magath hatte Einspruch gegen einen entsprechenden Bußgeldbescheid des Landkreises Uelzen eingelegt, war aber zur Verhandlung vor dem Amtsgericht der Kreisstadt am Montag gar nicht erst erschienen, obwohl dies angeordnet worden war. Auch von den Anwälten des Trainers fehlte jede Spur. Richter Stefan Rothenberg beendete das Verfahren deshalb nach einer Minute und verwarf Magaths Einspruch im Namen des Volkes.

Magath war am 30. März auf einer Bundesstraße 143 statt der erlaubten 100 Stundenkilometer gefahren. Damals trainierte Magath noch den VfL Wolfsburg und fuhr einen Wagen mit Wolfsburger Kennzeichen. Drei Polizisten, die die Geschwindigkeitsübertretung mit einem Laser-Messgerät festgestellt hatten und als Zeugen geladen worden waren, wurden am Montag ohne Aussage wieder entlassen.

Weder Magath noch seine Anwälte hätten beantragt, dass der Trainer von seiner Pflicht zum persönlichen Erscheinen entbunden werde, sagte Rothenberg. Trotzdem hatte der Richter noch eine Viertelstunde auf Magaths Erscheinen gewartet - und mit ihm gut 50 Zuschauer, die erleben wollten, wie der Trainer und Manager des Fußball-Erstligisten FC Schalke 04 den Geschwindigkeitsverstoß erklärt oder die Messung anfechtet. Sie alle hatten eine Sicherheitsschleuse passieren müssen und waren durchsucht worden.

Unter den Zuschauern waren auch viele Schalke-Anhänger, die sich auf "ihren" Trainer gefreut hatten. "Das hätte ich nicht erwartet", sagte Gert Gromball vom Schalke-Fanclub Uelzen zu Magaths unentschuldigtem Fehlen. "Die Spieler müssen auch rechtzeitig zum Training da sein."


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