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Fußball-Bundesliga: Mönchengladbach feuert Frontzeck - und holt Favre

Die Niederlage gegen St. Pauli war zu viel: Borussia Mönchengladbach hat Trainer Michael Frontzeck gefeuert. Nachfolger wird offenbar der Schweizer Lucien Favre.

Borussia Mönchengladbach hat sich von Cheftrainer Michael Frontzeck getrennt. Das teilte der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga mit. Gladbach zog damit einen Tag nach der 1:3 Niederlage im Kellerduell beim FC St. Pauli die Konsequenz aus dem sportlichen Absturz. Nach Informationen von "Bild.de" hat der Club vom Niederrhein den Schweizer Fußball-Lehrer Lucien Favre als Nachfolger verpflichtet.

Der ehemalige Coach von Hertha BSC soll dem Bericht zufolge einen langfristigen Vertrag unterzeichnen und die Borussia nach einem möglichen Abstieg in die 1. Bundesliga zurückführen. Der Verein bestätigte die Verpflichtung bisher noch nicht, kündigte allerdings eine Pressekonferenz im Laufe des Tages an.

Ende der "Nibelungentreue"

Am Sonntagmittag hatte Frontzeck sich noch optimistisch gezeigt. "Ich gehe davon aus, dass ich weiterhin Trainer bleibe, gegen den FC Schalke 04 auf der Bank sitze und einen Heimsieg einfahre", erklärte der 46-Jährige am Sonntagmittag nach einem Gespräch in der Geschäftsstelle des Clubs mit Sportdirektor Max Eberl und Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers. Kurze Zeit später traf sich auch die Clubführung um Präsident Rolf Königs. Das Ergebnis: Frontzeck bekommt den Laufpass.

"Nach den beiden Niederlagen gegen unsere beiden direkten Konkurrenten Stuttgart und St. Pauli mussten wir unsere Situation neu überdenken. Das war für uns eine sehr schwierige Entscheidung", verkündete Sportdirektor auf der Homepage des Clubs. Vizepräsident Rainer Bonhof sagte: "Wir hätten uns alle sehr gewünscht, die gesteckten Ziele gemeinsam mit Michael Frontzeck zu erreichen. Nach den jüngsten Ergebnissen haben wir uns aber entschieden, den Trainer zu wechseln."

Nur 16 magere Punkte


Gegen Frontzecks Verbleb sprachen nicht nur die mageren 16 Punkte und Tabellenplatz 18, auch die negative Stimmung im Umfeld sorgten jetzt für die Demission des Coaches. Die Presse hatte sich längst auf den "Absturz-Trainer" ("Express") eingeschossen, der nur dank seines alten Kumpels Eberl und des in der Winterpause bis 2013 verlängerten Vertrags noch im Amt sei.

Auch die Fans sind das Verlieren leid: Beim Spiel gegen St. Pauli waren lautstarke Frontzeck-raus-Rufe von den mitgereisten Anhängern zu hören, die als neues Erfolgs-Duo lieber "Lothar & Effe" auf der Kommandobrücke sehen wollen.

tis/DPA / DPA

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