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Fußball-Bundesliga: Rasante Aufstiege und brutale Abstürze

Noch vier Spiele bis zur Entscheidung: Die Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein. Ein Vergleich von Hin- und Rückrundentabelle zeigt, dass die höchste deutsche Spielklasse nicht nur extrem ausgeglichen ist, sondern auch unglaubliche Aufholjagden und brutale Abstürze bietet.

Der Meisterschaftskampf ist spannend wie lange nicht. Noch mindestens drei Clubs sind im Rennen, nachdem der HSV und Stuttgart durch Punkteteilungen am letzten Spieltag ein wenig ins Hintertreffen geraten sind. Tabellenführer Wolfsburg hat mit drei Punkten Vorsprung bei noch vier ausstehenden Partien die größten Chancen auf den Titelgewinn. "Jetzt sind wir Favorit und wollen Meister werden", sagt Trainer Felix Magath. "Alle müssen warten, dass wir ausrutschen. Ansonsten kommt keiner an uns vorbei."

Es war das erste Mal, dass sich Magath die Rolle des Favoriten ans eigene Revers heftete - bisher hatte er immer eisern den Uefa-Cup als Ziel ausgegeben. Mit einer Siegesserie von zehn Siegen in Folge in der Rückrunde stürmte Wolfsburg furios an die Spitze. In der Hinrunde sah die Situation für die Truppe aus der Volkswagen-Stadt noch gänzlich anders aus. Nach 17 Spielen durften sie in Wolfsburg höchstens vom Uefa-Cup-Platz träumen. Die Wölfe überwinterte n auf dem neunten Rang, vor Stuttgart und hinter Bremen. Einen gewaltigen Sprung in der Tabelle haben auch andere Teams gemacht - oder sie sind abgestürzt. Ein Vergleich von Hin- und Rückrundentabelle macht einige rasante Entwicklungen deutlich.

Der zweite Aufsteiger neben Wolfsburg ist der VfB Stuttgart. Nach der Entlassung von Meistertrainer Armin Veh starteten die Schwaben unter Markus Babbel richtig durch. Nach siebzehn Spielen lagen sie auf dem zehnten Platz, in der Rückrunde sind sie die zweiterfolgreichste Mannschaft. Erwähnenswert ist auch Bochum. Abgeschlagen im Winter auf dem 17. Platz liegend, ziehren sie in der Rückrundentabelle aktuell den neunten Platz.

Den brutalsten Absturz erlebte Hoffenheim. Der Herbstmeister fiel fast ins Bodenlose. In der Rückenrundentabelle belegen die Kraichgauer den letzten Tabellenplatz - der schlechteste Herbstmeister seit Bestehen der Bundesliga. Auch Bayer Leverkusen hat es schwer erwischt. Nach der Hinrunde noch Fünfter, liegen sie in der Rückrundentabelle nur auf dem 13. Platz. Ein Schlag ins Gesicht für die ehrgeizigen Leverkusener, die zwischenzeitlich sogar die Tabelle angeführt haben. Interessant auch: Die größte Konstanz zeigt bisher Hertha BSC Berlin. Nach der Rückrunde auf Rang drei, belegen die Hauptstädter in der Rückrundentabelle den vierten Platz. Mit dieser Konstanz stünden die Bayern besser da. Nach der Rückrunde waren sie Zweiter. In der Rückrundentabelle springt bisher erst der fünfte Platz heraus. Das kostete Trainer Jürgen Klinsmann den Kopf.

tis

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