Fußball-Bundesliga Wolfsburg und Dortmund sammeln Punkte


Borussia Dortmund hat das "kleine Revier-Derby" gegen Bochum verdient gewonnen und einen Absturz verhindert. Wolfsburg verdrängte mit einem Arbeitssieg gegen Borussia Mönchengladbach die Bayern vom fünften Tabellenplatz und hält Anschluss an die Spitze.

Mit dem lange ersehnten Heimsieg hat Borussia Dortmund den Absturz verhindert und den Aufschwung des VfL Bochum mit Frank Heinemann gestoppt. Nach zuletzt vier Punkten in zwei Spielen unter dem Interimstrainer verloren die harmlosen Bochumer in Dortmund sang- und klanglos 0:2 (0:1). Zuvor gewann Meister Wolfsburg verdient gegen Borussia Mönchengladbach, das auf einen Abstiegsplatz rutschte.

Welttorjäger Lucas Barrios (20.) und Verteidiger Neven Subotic (51.) erzielten die Tore für Borussia Dortmund im zweiten Sonntagsspiel vor 72 500 Zuschauern. Das Team von Jürgen Klopp verbesserte sich nach zuvor drei sieglosen Begegnungen im eigenen Stadion auf Tabellen-Rang zehn. Bochum rutschte nach der fünften Niederlage am neunten Spieltag auf den Relegationsplatz ab. Für eine dauerhafte Chefrolle konnte Heinemann somit keine Werbung machen.

Mit jeweils zwei "Neuen" in der Anfangself starteten Dortmund und Bochum ins Revier-Derby. Klopp bot Blaszczykowski und Valdez für die verletzten Tinga und Tamas Hajnal auf. Heinemann baute auf Denis Grote für den gesperrten Ono und auf Diego Klimovicz, der den Vorzug vor Vahid Hashemian bekam. Wäre Christian Fuchs nicht gewesen, Heinemanns Taktik wäre aufgegangen.

Bochum machte die Räume eng, der BVB kam trotz früher Störmanöver nicht zum Zug. Erst ein schwerer Patzer von Fuchs, der im Laufduell mit Jakub Blaszczykowski den Ball verlor, sorgte dann für die Führung der Hausherren. Die Flanke des Polen hatte der Argentinier Barrios ganz souverän verwandelt und konnte sein drittes Saisontor bejubeln.

Fünf Minuten später nahm Heinemann seinen Verteidiger Fuchs, der wahrlich nicht seinen besten Tag erwischt hatte, vom Feld und brachte Mergim Mavraj aufs Feld. Danach versuchten sich die Gäste verstärkt im Offensivspiel, die Hausherren kamen plötzlich zu Konter- Gelegenheiten. Erneut war es Barrios (32.), der erst vom herausstürmenden Torhüter Luthe gestoppt werden konnte. Kurz darauf hatten dann die Gäste ihre einzige Chance vor der Pause. Dennis Grote spielte auf den vor Roman Weidenfeller aufgetauchten Klimowicz, doch der schoss vorbei.

Per Kopf sorgte dann Subotic für die Vorentscheidung, nachdem Dede einen Freistoß in den Strafraum flankte. Bochums Hintermannschaft hatte den aufgerückten Verteidiger nicht auf der Rechnung, der unbedrängt zum Zug kam. Andreas Luthe verhinderte in der Folge eine höhere Niederlage: Patrick Owomoyela (62.), Blaszczykowski (63.), erneut Barrios (71.) und Marcel Schmelzer (90.) scheiterten am Bochumer Keeper. Beinahe wäre es dann doch noch spannend geworden, als knapp zehn Minuten vor Schluss Klimowicz mit einem Fernschuss den Pfosten traf.

Zuvor rutschte Borussia Mönchengladbach mit der fünften Bundesliga-Niederlage in Serie noch tiefer in die Krise. Der Traditionsclub vom Niederrhein verlor am Nachmittag die Partie beim VfL Wolfsburg mit 1:2 (0:1) und findet sich erstmals in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz wieder. Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen-Arena erzielten Alexander Madlung (45.+1 Minute) und Christian Gentner (90.+2) die Tore für den deutschen Meister aus Wolfsburg, der sich auf Platz fünf vor Rekordchampion Bayern München verbesserte und den Anschluss an die Spitzengruppe herstellte. Daran änderte auch Michael Bradleys Anschlusstreffer (90.+3) nichts mehr.

"Wir hatten heute die Möglichkeit, hier ein Unentschieden oder sogar einen Sieg zu holen", ärgerte sich Gladbachs Kapitän Tobias Levels über den erneuten Rückschlag, der auch die Position von Coach Michael Frontzeck nicht gerade stärken dürfte. "Wir müssen auch in schwierigen Zeiten die Ruhe bewahren. Dann kommen auch wieder bessere Zeiten", forderte Levels. VfL-Spielmacher Zvjezdan Misimovic stellte dagegen lächelnd fest: "Wir wissen, dass es kein gutes Spiel von uns war. Wichtig ist: Wir haben gewonnen und sind oben dran geblieben."

DPA/tis DPA

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