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Fußball-Bundesliga: Zitterpartie am Ende der Diego-Show

Nur ein "geschenkter" Elfmeter brachte Borussia Mönchengladbach überhaupt ins Spiel. Zuvor hatte der VfL Wolfsburg 70 Minuten das Kellerduell in der Bundesliga beherrscht. Mann des Spiels war Diego, der einen Strafstoß vergab und zwei Teffer erzielte.

Auch sein erneut verschossener Elfmeter konnte die große Diego-Show nicht verhindern. Die brasilianische Diva hat beim 2:1 (2:0) des VfL Wolfsburg im Abstiegs-Duell der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach mit einem Tore-Doppelpack den freien Fall der Niedersachsen gestoppt. Diegos Treffer (36. und 45.+1 Minute) sicherten den Wölfen am Freitag den ersten "Dreier" nach sechs sieglosen Heimspielen in Serie und Trainer Pierre Littbarski seinen ersten Sieg als VfL-Chef. Das lange zu verhalten agierende Schlusslicht Gladbach spielte erst nach dem Elfmetertor von Kapitän Filip Daems (74.) mit mehr Mut, aber ohne Glück.

Mit der Wut von vier Pleiten nacheinander im Bauch setzten die Wolfsburger, die sich mit 26 Punkten als Tabellen-13. zunächst ein wenig aus der ärgsten Gefahrenszone absetzen konnten, die Gäste von Beginn an unter Druck. Beim VfL stimmte dieses Mal das Verhältnis zwischen Kampf und Spielkunst. Beim Tabellenletzten Mönchengladbach (19 Zähler) war von der jüngsten spielerischen Leichtigkeit beim Erfolg über Schalke 04 erst am Ende wieder etwas zu erkennen. Dass die "Wölfe" vom Elfmeterpunkt schon zum vierten Mal nacheinander versagten, war am Ende vor 28.763 Zuschauern nur noch eine Randnotiz.

Wolfsburgs rechte Seite besonders stark

Im dritten Spiel unter dem vom Assistenten zum Chef beförderten Littbarski hatte Dieudonné Mbokani (25) - der Stürmer aus Kongo stand erstmals in der Startelf - die erste gute Chance. Sein Kopfball aber landete am Pfosten (9.). Auch Jan Pallak (11.) und Diego mit einem Fernschuss (14.) scheiterten zunächst.

Die Borussen, die der neue Chefcoach Lucien Favre mit der gleichen Startelf wie beim 2:1-Sieg gegen Schalke auf den Rasen schickte, agierten viel zu passiv. Glück für Gladbach zunächst, dass Diego wie schon bei der 0:1-Niederlage in Hannover seinen Elfmeter verschoss. Der zuvor gefoulte Sascha Riether narrte wenig später den Brasilianer Dante und schob den Ball quer auf Diego, der dieses Mal einschob. Manager Dieter Hoeneß beklatschte den Treffer erleichtert.

Gladbach nur kurz vor Schluss gefährlich

Vor allem über die rechte Seite stürzte Wolfsburg die Gladbacher, die sich erschreckend zweikampfschwach präsentierten, immer wieder in große Verlegenheit. Die Gäste wussten sich oft nur durch hartes Einsteigen zu helfen. Einen daraus resultierenden Freistoß verwandelte Diego wunderschön zu seinem sechsten Saisontreffer.

Nach Polaks Kopfball-Einsatz und dem umstrittenen Elfmeter für Gladbach begann für den VfL in der Endphase doch noch das Zittern. Wolfsburgs Keeper Marwin Hitz, der erneut für den erkrankten Diego Benaglio im Tor stand, parierte mehrmals großartig. Und Gladbachs Martin Stranzl (84.) vergab die größte Ausgleichschance. Allerdings wurde auf der anderen Seite einem Kopfballtreffer von Kjaer die Anerkennung versagt - auch diese Entscheidung war umstritten.

dho/DPA / DPA

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