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Giovane Elber: Er kommt nach Hause

"Ich freue mich wahnsinnig darauf, nach München zurückzukehren". Ein wenig Nostalgie kann sich Giovane Elber vor dem Gastspiel von Olympique Lyon bei den Bayern nicht verkneifen.

Er kehrt als Gegner zurück, doch Giovane Elber fühlt sich im Münchner Olympiastadion noch immer heimisch. "Es ist schön, nach Hause zu kommen", hat der Brasilianer über das bevorstehende Champions-League-Rückspiel mit Olympique Lyon am Mittwoch beim FC Bayern München gesagt. "Ich freue mich wahnsinnig darauf, nach München zurückzukehren." Noch immer hat der von 1997 bis Sommer 2003 beim deutschen Rekordmeister engagierte Stürmer, der zu Saisonbeginn noch im Bayern-Trikot auf Torejagd gegangen war, viele Fans in München. Und der telefonische Kontakt zu den Ex-Kollegen ist nicht abgerissen.

"Das kann man nicht so schnell vergessen"

Inzwischen ist der Groll auf die Vereinsführung über den Weggang aus München wegen der Verpflichtung von Roy Makaay verraucht. Aber dass er immer noch an der Bundesliga hängt, wird immer wieder deutlich. Es habe "weh getan", als er von Bayern wegging, hatte er vor dem Hinspiel im SAT.1-Interview zugegeben. "Ich habe mein ganzes Fußball-Leben in Deutschland verbracht. Drei Jahre VfB Stuttgart, da hat alles angefangen - und dann beim FC Bayern München. Mit dem Erfolg, den wir da gehabt haben, das war die Krönung. Das kann man nicht so schnell vergessen."

Nostalgie hin oder her - das Toreschiessen will der Neu-Franzose am Mittwoch gegen die Bayern diesmal nicht vergessen.

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Mit einem Punkt zufrieden

Ein Tor gegen die Bayern zu erzielen - für Elber das Größte der Gefühle. Dies gelang ihm im Hinspiel vor zwei Wochen (1:1) trotz einer hochkarätigen Chance in der Schlussminute nicht. "Ich glaube, ich muss in die Basilika gehen. Dann wird es mit dem Toreschießen wieder klappen", hatte der 31-Jährige nach der Partie gemeint. Als Ergebnis würde ihm am Mittwoch ein Unentschieden reichen. "Ich habe gehofft, zu Hause gegen Bayern zu gewinnen. Das hat nicht geklappt", sagte er, "jetzt in München muss man mit einem Punkt zufrieden sein."

Treffsicher in der französischen Liga

Seine Durststrecke in Lyon beendete rechtzeitig vor der Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte. Beim 5:0-Erfolg seines Teams in der französischen Liga gegen OGC Nizza erzielte der Brasilianer in der 39. Minute den Treffer zum 3:0 - seinen ersten nach sechs Spielen ohne Torerfolg. "Das ist immer gut für die Moral", erklärte er auf der Vereins-Homepage. Nach dem Erfolg am Samstag richtete er sein Augenmerk sofort auf die Reise nach München: "Das Spiel gegen Nizza ist jetzt Vergangenheit, wir vergessen es und denken nur noch an München."

Elber warnt Mannschaftskollegen

Trotz der bekannten "Eier-Krise" bei den Bayern warnt Elber seine neues Team vor seinem Ex-Club. "Generell reagiert diese Mannschaft, wenn sie mit dem Rücken zur Wand steht, und in diesen schwierigen Momenten sieht man ihr wahres Gesicht", meinte er. "Der Druck wird auf den Bayern lasten, sie haben eine schwierige Phase hinter sich und sie werden versuchen, sich dagegen aufzulehnen." Er muss es wissen. Hat er doch oft genug von den Siegeswqillen der Münchner profitiert.

Andrea Wimmer, dpa / DPA

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