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Europa League: Eklat bei Schweigeminute für Hanauer Opfer im Frankfurter Stadion - Fans reagieren lautstark

Vor dem Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt gegen den FC Salzburg gab es eine Schweigeminute, um der Opfer des Hanauer Attentats zu gedenken. Mehrere Fans störten diese mit Zwischenrufen, daraufhin skandierten Tausende Eintracht-Fans: "Nazis raus!"

Eine junge Muslima spricht über den Anschlag in Hanau

Das Attentat von Hanau hat auch beim Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Salzburg in der Europa League eine große Rolle gespielt. Vor Anpfiff der Partie hielt das ganze Stadion eine Schweigeminute zum Gedenken an die zehn Opfer ab. Die Stille in der mit 47.000 Fans ausverkauften Commerzbank-Arena wurde allerdings durch einige Zwischenrufe gestört. Ein Anhänger soll die Deutschland-Hymne angestimmt haben.

Fans skandieren: "Nazis raus"

Daraufhin reagierten die Frankfurter Fans sofort. Erst sind es nur vereinzelte Stimmen, die "Schnauze" oder "Halt die Fresse, Du scheiß Nazi" rufen. In der Folge erhebt sich ein gellendes Pfeifkonzert im ganzen Stadion. Nach den Pfiffen skandieren schließlich Tausende "Nazis raus", bis der Stadionsprecher die Schweigeminute beendet. Die Szene ist in mehreren Videos zu verfolgen, die von anwesenden Fans aufgenommen und im Internet geteilt wurden.

Im nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernten Hanau hatte ein psychisch kranker Rechtsextremist zehn Menschen getötet und zahlreiche verletzt, fast alle von ihnen mit Migrationshintergrund. Die beiden Mannschaften spielten mit Trauerflor. Laut Mitteilung der Eintracht trugen die Spieler es "in Gedenken an die Betroffenen und als klares Zeichen gegen jegliche Form des Rassismus und Extremismus". 

Bundesliga spielt am Wochenende mit Trauerflor

Auch die Vereine der Bundesliga werden am Wochenende mit Trauerflor spielen und es wird erneut Schweigeminute geben. DFL-Chef Christian Seifert sprach von einem "entsetzlichen Verbrechen". "Die Tat lässt uns geschockt und verständnislos zurück", sagte Seifert. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen."

Quellen: "sport1.de", "sportbuzzer", DPA

tis

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