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Herzstillstand Boltons Muamba bricht auf dem Platz zusammen


Der Zusammenbruch von Fabrice Muamba von den Bolton Wanderers im FA-Cup gegen Tottenham Hotspur hat den englischen Fußball erschüttert. Der 23-Jährige befindet sich nach Aussagen seines Clubs, des Krankenhauses und seines Managers weiterhin in einem "kritischen" Zustand.

Die FA-Cup-Partie zwischen den Bolton Wanderers und den Tottenham Hotspur hat in der 41. Minute beim Stande von 1:1 ein jähes Ende gefunden, als Boltons Fabrice Muamba auf dem Platz zusammenbrach, wiederbelebt werden und in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Sein Zustand weiter "kritisch" - das berichteten nicht nur sein Club und das Londoner Krankenhaus, in dem er behandelt wird. Er sei in auf die Intensivstation des Zentrums für Herzinfarkte gebracht worden. Er kämpfe in den nächsten 24 Stunden um sein Leben, zitierte soccernet.com Muambas Trainer Owen Colye. "Es sieht sehr ernst aus, er ist sehr krank", so Croyle weiter.

Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler war ohne Einwirkung eines Gegenspielers mitten auf dem Platz kollabiert. Er wurde auf dem Spielfeld an der White Hart Lane wiederbelebt - laut BBC sowohl per Mund-zu-Mund-Beatmung als auch mit einem Defibrillator.

Bis zu sechs Mediziner haben ihn dem Sender zufolge auf dem Feld behandelt. Eine Reihe von Spielern hatte sich um den einstigen Arsenal-Nachwuchsspieler und 33-fachen englischen U21-Nationalspieler versammelt. Einige weinten, einige hielten sich die Hand vors Gesicht.

Uneinheitliche Berichte

Nach rund zehn Minuten Behandlung wurde Muamba, der in der Demokratischen Republik Kongo geboren wurde, auf einer Trage aus dem Stadion transportiert und in ein Krankenhaus gebracht. Es gab Augenzeugen, die schilderten, er habe dabei geatmet. Der TV-Sportsender ESPN berichtete dagegen, er habe im Spieler-Tunnel nicht geatmet. Begleitet wurde Muamba ins Krankenhaus von Coyle und Mannschaftskapitän Kevin Davies.

Referee Howard Webb hielt Rücksprache mit Spielern sowie Coyle und Spurs-Coach Harry Redknapp. Kein Profi soll sich in der Lage gefühlt haben, weiterzuspielen - daraufhin brach der Schiedsrichter die Partie ab. In der gemeinsamen Erklärung des Clubs und der Klinik hieß es, Muamba sei "in kritischem Zustand auf der Intensivstation". Zu diesem Zeitpunkt würden keine weiteren Informationen gegeben. "Der Club und das Krankenhaus erwarten, dass die Medien und die Öffentlichkeit die Privatsphäre der Familie jetzt respektieren."

Spieler geschockt

Spurs-Star Rafael van der Vaart twitterte nach der Partie: "Wir alle beten für ihn." Englands Nationalstürmer Wayne Rooney schrieb: "Immer noch im Schock." Gordon Taylor, der Chef der englischen Spielergewerkschaft PFA, sagte: "Für unsere Fußballfamilie ist das furchtbar, so etwas mitanzusehen. Wir hoffen nur, dass es nicht so eine Situation wie mit Marc-Vivien Foé ist."

Der Kameruner war 2003 beim Konföderationen-Pokal gegen Kolumbien ohne Fremdeinwirkung aufgrund eines Herzversagens kollabiert. Im Krankenhaus im französischen Lyon konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.

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