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Zweite Liga: 85 statt 40 Euro! HSV verlangt Zuschlag für letztes Heimspiel, bei dem es um nichts mehr geht

Zu Saisonbeginn hat der HSV die Ticketpreise, trotz Abstiegs, erhöht. Und nun, zum Saisonabschluss kommt sogar noch der Topzuschlag drauf - beim bedeutungslosem Kick gegen Absteiger MSV Duisburg. Bis zu 85 Euro werden pro Karte fällig.

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1964 wäre es eine Spitzenpartie gewesen: HSV gegen MSV Duisburg, Volksparkstadion, letzter Spieltag, Pokalsieger gegen Vizemeister – es könnte schlimmere Saisonfinals gegen. Doch nun, 55 Jahre später, ist vom einstigen Glanz nicht mehr viel übrig. Der Abstieg der Duisburger aus der nun zweiten Liga stand schon nach dem vorletzten Spiel fest, genau wie der Nicht-Aufstieg der Hamburger. Am Sonntag, den 18. Mai, geht es nicht einmal mehr um die goldene Ananas – aber ausgerechnet für dieses Spiel müssen Zuschauer besonders viel bezahlen, wenn sie ins Stadion wollen.

HSV-Fans müssen 85 Euro zahlen

Als der Verein im Februar den Kartenverkauf für das Saisonfinale gegen Duisburg freigeben hatte, staunten die Anhänger nicht schlecht. Wie bei anderen Spitzenspielen – etwa das Derby gegen den Lokalrivalen St. Pauli – verlangte der damalige Tabellenerste einen satten Topzuschlag von bis zu 40 Euro. Statt 45 kosteten die besten Plätze 85 Euro. Grund: Hohe Nachfrage, hohe Preise. 45.000 Karten waren zu dem Zeitpunkt schon weg, offenbar gingen die Anhänger davon aus, dass sie mit der Mannschaft den Bundesliga-Aufstieg würden feiern können. 

HSV-Trikot

Dieser Umstand hatte auch Auswirkung auf die Fans des Gastes aus dem Pott: Weil die Hamburger mit vollem Haus rechneten, entschieden sich die Duisburger nur für das kleinere Kartenkontingent. Statt den ihnen zustehenden 5500 Tickets bestellten sie 2000. Unter anderem auch, weil den MSV-Fans die Preise zu hoch waren. 

Wer am Sonntag also noch ein letztes Mal Zweitliga-Rekordverdiener Pierre-Michel Lasogga, Sturmtalent Jan-Fiete Arp oder Trainer Hannes Wolf mit der Raute auf der Brust sehen will: Es gibt noch Karten aus allen Preiskategorien. Wer es gerne günstiger hätte, kann sich bei auch Ebay umschauen, dort ist das Angebot an Ticket so groß, dass einige für die Hälfte des Originalpreises über den Tisch gehen. Im Durchschnitt kosten die teuersten Zweitligatickets übrigens 39,70 Euro – deutlich weniger als beim klammen HSV. Mal schauen, in welche Richtung die Preise in der kommenden Saison gehen werden.

Nachtrag: Das "Hamburger Abendblatt" berichtet, dass der HSV eine "Entschädigung für seine treuen Anhänger" plane. In welcher Form – noch unklar.

nik

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