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International Manchester City mit mühevollem Sieg bei Wigan


Manchester City hat den Auftritt beim Tabellenletzten Wigan Athletic zwar mit 1:0 gewonnen, sich dabei allerdings auch nicht mit Ruhm bekleckert. Am Ende konnte sich der Erste der Premier League bei einer ungewöhnlichen Statistik bedanken: Immer, wenn Edin Dzeko trifft, gewinnen die Citizens.

Mit einem 1:0 (1:0) hat sich Manchester City bei Schlusslicht Wigan durchgesetzt und damit einen Drei-Punkte-Vorsprung auf den Lokalrivalen Manchester United wiederhergestellt. Den einzigen Treffer des Abends erzielte Edin Dzeko (22. Minute), der somit weiterhin Sieggarant der Citizens ist. Denn der Bosnier traf immer dann in der Premier League – und nun insgesamt elf Mal –, wenn seine Mannschaft am Ende auch mit drei Punkten vom Platz ging.

Die Rollen schienen vor dem Anpfiff klar verteilt: Der Letzte empfing den Ersten, das Team mit der schlechtesten Tor- und Punkteausbeute empfing den Primus der Kategorien Tore und - Differenz. Wigan, im 4-4-2 angetreten, wollte sich durch einen Erfolg aus der Abstiegszone befreien. Manchester hoffte dagegen, den Lokalrivalen United durch drei Punkte in der Tabelle zu distanzieren.

Bei diesem Vorhaben baute Roberto Mancini auf die Offensivkräfte David Silva und Samir Nasri, für die Nigel de Jong und Adam Johnson weichen mussten. Nicht ganz freiwillig verzichtete der italienische Trainer auf Vincent Kompany, der seine Sperre abbrummen musste. Für ihn lief Stefan Savic als Innenverteidiger in der Viererkette auf. In der Spitze liefen Edin Dzeko und Sergio Agüero auf, während Nasri, Gareth Barry und James Milner das Mittelfeld besetzten.

Dzeko springt am höchsten

Vor spärlicher Kulisse im DW Stadium zu Wigan entwickelte sich schnell ein Spiel mit Torszenen auf beiden Seiten – als Punktelieferant traten die Gastgeber zunächst nicht auf. Gegen die Offensive der Citizens setzte das Schlusslicht auf eine Abseitsfalle als Waffe, bei den schnellen Spitzen Manchesters nicht die risikoloseste Taktik - zumal City nach und nach mehr die Oberhand in Sachen Ballbesitz gewann.

Diese Oberhand zahlte sich in der 22. Minute auf der Anzeigetafel aus: Wigans Antolin Alacaraz musste die entscheidenden Szenen auf seine Kappe nehmen, Nutznießer war Dzeko. Erst foulte der Athletics-Verteidiger Dzeko kurz vor dem Strafraum, diesen Freistoß zirkelte Silva in Richtung Tor, Alcaraz kam nicht so hoch wie Dzeko und der ließ Schlussmann Ali Al Habsi mit einem mustergültigen Kopfball keine Chance. Ligator Nummer elf und das erste seit dem 5. November bedeuteten das 1:0 für den Tabellenführer.

Druck lass nach

Bei Wigan schien durch den Treffer des Bosniers die aufkeimende Hoffnung im Keim erstickt, Torszenen fanden erst einmal nur vor dem Tor des Letzten statt. Vielleicht war den Latics auch die Statistik bekannt, dass die Citizens in allen acht Ligaspielen zuvor, in denen Dzeko getroffen hatte, als Sieger vom Platz gegangen waren. So kamen die Favoriten zu Chancen, nahmen jedoch stetig Tempo und Druck auf den Gegner aus dem Spiel.

Dies bemerkten natürlich auch die Gegner, die zum Ende der ersten Hälfte wieder vor Joe Harts Tor auftauchten, bei diesen Aktionen in letzter Konsequenz sehr umständlich agierten und so mit dem Rückstand in die Kabine mussten.

Nicht ohne Grund Letzter

In der Kabine der Gäste schien Mancini die richtige Worte gefunden zu haben, schließlich brachten seine Mannen nach kurzem Warmlaufen die Wigan-Hintermannschaft mehrfach in Verlegenheit. So agierten sie mehrfach nach Belieben vor dem Tor der Gegner, Al Habsi blieb unter anderem gegen Silva und Dzeko jedoch vorerst Sieger.

Wer nun auf die Dominanz des Ersten gewettet hatte, wurde jedoch schnell eines Besseren belehrt. Die Latics blieben weiterhin im Spiel, blieben jedoch weiterhin zu kompliziert im Spielaufbau. Torraumszenen wurden mehr und mehr zur Mangelware.

Umso wichtiger waren diese jedoch für Wigan. Die kamen in der 71. Minute dem Ausgleich sehr nahe, nachdem Hugo Rodallega einen Ballverlust James Milners in einen Pass in die Spitze umsetzte – James McCarthy suchte per Flachschuss den Abschluss, den Joe Hart jedoch verhinderte. Neben dieser Chance zeigten Wigans Spieler aber auch oft genug, warum sie die Rote Laterne ihr Eigen nennen dürfen. So wurden Ansätze zu Möglichkeiten durch fehlende Spielübersicht zu oft vergeben und Halbchancen landeten bei den dankbaren Gegner, deren Motto "den Sieg nach Hause schaukeln" lauten musste.

Dies gelang am Ende und so stellten die Citizens in der Tabelle den alten Drei-Punkte-Vorsprung gegenüber United wieder her. Im Duell mit dem Dritten Tottenham Hotspur müssen die Mancini-Schützlinge jedoch mehr zeigen, um alleiniger Tabellenführer zu bleiben.

Sven Kittelmann

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