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International Real Madrid besiegt UD Levante


Mit Glück und Geschick hat Real Madrid sein Heimspiel gegen UD Levante mit 4:2 gewonnen und damit auch für eine Vorentscheidung in der Meisterschaft gesorgt. Die Königlichen liegen nun zehn Punkte vor dem FC Barcelona und durften sich neben Ronaldo, der drei Tore erzielte, auch beim Schiedsrichter bedanken.

Real Madrid hat den Vorsprung auf den FC Barcelona auf zehn Punkte ausgebaut und mit dem 4:2-Erfolg gegen UD Levante wohl für eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft in der spanischen Primera Division gesorgt. Der Gegner aus Valencia hielt lange gut mit, doch nach einer zweifelhaften Gelb-Roten Karte war das Starensemble der Königlichen einfach zu stark.

Gustavo Cabral (5.) hatte Levante früh in Führung gebracht und den folgenden Sturmlauf der Gastgeber unbeschadet überstanden. Doch dann übersah der Unparteiische einen Tritt von Sergio Ramos und verhängte kurze Zeit später einen Elfmeter und eine Gelb-Rote Karte gegen die Gäste. Ronaldo (45./ 50./ 57) und Karim Benzema (66.) sorgten für die Entscheidung, Koné (63.) traf noch für Levante.

Zwei Mannschaften, ein System

Real Madrid hatte das Hinspiel gegen Levante mit 0:1 verloren und wollte sich nicht nur für diese Niederlage revanchieren. Denn der FC Barcelona hatte am Abend zuvor eine 2:3-Niederlage bei CA Osasuna kassiert und bei einem Sieg der Königlichen wäre der Vorsprung des Tabellenführers der Primera Division auf zehn Punkte angewachsen.

Um diese Vorentscheidung im spanischen Titelkampf zu erzwingen, setzte Coach Jose Mourinho auf Alvaro Arbeloa, Pepe, Sergio Ramos und Fabio Coentrao in der Defensive und Sturmspitze Gonzalo Higuain wurde unterstützt von Karim Benzema, Mesut Özil und Cristiano Ronaldo – vor der Abwehr vertraute der Portugiese auf Esteban Granero und Xabi Alonso.

Levante-Coach Ignacio Martinez entschied sich ebenfalls für ein 4-2-3-1 mit Asier del Horno, Gustavo Cabral, Sergio Ballesteros und Javi Venta in der Viererkette. Gegen das offensive Mittelfeld des Gegners sollte der Zweierriegel um Vicente Iborra und Javier Farinós für Absicherung sorgen, im Sturm hoffte man auf Tore von Koné, der im Hinspiel das Goldene Tor erzielt hatte.

Cabral trifft zur frühen Führung

Als Hoffnungsträger erwies sich jedoch Cabral (5.), der nach einem Freistoß und unglücklicher Kopfballverlängerung von Sergio Ramos am langen Pfosten stehend für Levante einnickte. Zuvor hatte Benzema knapp über den Querbalken gezielt und in der siebten Minute zwar getroffen, Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco entschied allerdings auf Abseits.

Es ging flott los im Estadio Bernabeu und Real drängte vehement auf den Ausgleich, Higuain scheiterte aus spitzem Winkel allerdings an Keeper Gustavo Munúa und Ronaldo (12./ 17.) sowie erneut der Argentinier (13.) verzogen knapp. Das Team aus Valencia stand in dieser Phase mächtig unter Druck und Entlastung war nicht zu finden.

Erst in der 26. Minute musste Iker Casillas ernsthaft eingreifen, als Iborra von links in den Strafraum startend zum Abschluss gekommen war. Immerhin hatten sich die Gäste ein wenig auf das Offensivfeuerwerk der Madrilenen eingestellt und verschoben den offensiven Vierer-Riegel nun besser in die Räume. Zum Ende der Hälfte wurde es dann hitziger und Schiedsrichter Mallenco verlor ein wenig die Übersicht.

Ramos tritt und hat Glück

Erst verpasste es der Unparteiische, Ramos nach einer klaren Tätlichkeit die Rote Karte zu zeigen, dann stellte er Iborra wegen eines unglücklichen Handspiels im eigenen Strafraum mit Gelb-Rot vom Platz und verhängte dazu einen Elfmeter, den Ronaldo in der 45. Minute zum 1:1 verwandelte. Keine glücklichen Aktionen in einem Spiel, das stark begonnen und dann zunehmend an Linie verloren hatte.

Mit der Hinausstellung von Iborra war das Spiel auch faktisch entschieden. In der 50. Minute bestätigte Ronaldo dies mit einem schönen Kopfballtreffer nach Hereingabe von Higuain und nur sechs Minuten später traf der Portugiese dann aus 22 Metern mit einem wunderbaren Schuss über Munúa zum 3:1. Levante hatte gut mitgehalten, konnte mittlerweile aber nur noch mit acht Mann rund um den Strafraum verteidigen und auf Konter hoffen.

Kurze Hoffnung bei den Gästen

Und tatsächlich führte einer dieser Konter zum 2:3-Anschlusstreffer durch Koné, der eine Flanke von Oscar Serrano per Kopf in die Maschen drückte (63.). Zeit zum Jubeln blieb für die Gäste kaum, denn fast im Gegenzug bediente Ronaldo Benzema, der mit einem wunderbaren Schlenzer ins lange Eck das 4:2 markierte (67.).

Spatestens mit diesem Nackenschlag war der Widerstand der Gäste gebrochen, die bis dato aufopferungsvoll gekämpft hatten. Real dominierte die Partie nun nach Belieben, schaltete allerdings dann auch einen Gang zurück. Am Ende reichte es zu einem etwas glücklichen aber verdienten Sieg, der den Madrilenen einen komfortablen Vorsprung von zehn Punkten auf den FC Barcelona bringt.

Gunnar Beuth

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