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International Stoke erkämpft Remis gegen Manchester United


Nach fünf Siegen zum Auftakt der Premier League ist die Serie von Manchester United gerissen. Das Team von Alex Ferguson musste sich mit einem 1:1 bei Stoke City zufrieden geben. Das reichte immerhin, um die Tabellenführung vor dem punktgleichen Stadtrivalen Man City zu verteidigen.

Manchester United hat beim 1:1 bei Stoke City die ersten Punkte in der Premier League-Saison abgegeben. Nach dem Führungstor von Nani (27.) sorgte Peter Crouch (52.) für den verdienten Ausgleich. United bleibt dennoch Tabellenführer vor dem punktgleichen Stadtrivalen Man City.

Für Stoke war es der erste Punktgewinn gegen Man United in einem Ligaspiel seit dem Jahr 1984, seit Einführung der Premier League war es im siebten Aufeinandertreffen der erste Zähler überhaupt für die Potters.

Alex Ferguson hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Carling Cup vor wenigen Tagen komplett umgekrempelt. Allein Dimitar Berbatov war in der Anfangsformation geblieben. Wayne Rooney stand nicht einmal im Kader. Bei Stoke saß Robert Huth nur auf der Bank, er wurde in der Endphase des Spiels eingewechselt.

Viel Härte, wenig Spielfluss 

Die Fans im Britannia Stadium sahen zunächst eine knüppelhart agierende Heimmannschaft, die auf diesem Wege versuchte, den Red Devils den Schneid abzukaufen. Das gelang nicht wirklich. Schon in der dritten Minute tauchte Javier Hernandez frei vor dem Tor auf und konnte von Jonathan Woodgate an der Strafraumgrenze nur noch mit unfairen Mitteln gestoppt werden.

Schiedsrichter Peter Walton sah das allerdings anders und verzichtete auf den möglichen Pfiff. Zu allem Überfluss prallte Hernandez bei dieser Aktion auch noch mit Keeper Asmir Begovic zusammen. Minutenlang wurde der Mexikaner behandelt, um dann doch gegen Michael Owen ausgewechselt zu werden.

Das Spiel litt zunächst unter den vielen Unterbrechungen und wurde erst ab der 20. Minuten besser und fairer.

United trifft, Stoke antwortet

Wenig später durfte Manchester schon jubeln. Nani wurde im Mittelfeld nicht attackiert und überlegte lange, was er denn tun könnte. Er entschied sich für einen Doppelpass mit Darren Fletcher, dribbelte in den Strafraum und zog trocken zum 0:1 ab (27.). Doch Stoke zeigte sich nicht beeindruckt, im Gegenteil.

Die Hausherren waren plötzlich brandgefährlich. Direkt im Anschluss lenkte Man United-Keeper David de Gea einen Schuss von Andy Wilkinson mit einem tollen Reflex an die Latte, in der 36. Minute war es abermals der spanische Keeper, der einen Schuss von Jonathan Walters gerade noch um den Pfosten lenken konnte. Als Peter Crouch kurz vor der Pause noch eine Hereingabe verpasste, durfte Alex Ferguson froh sein, dass seine Mannschaft mit einer Führung in die Pause kam.

Dabei sollte es nicht lange bleiben. Im Anschluss an eine Ecke köpfte Crouch die Kugel zum 1:1 in die Maschen (52.). Nur Sekunden später hätte der Neuzugang aus Tottenham beinahe seinen zweiten Saisontreffer nachgelegt, nach Fehler von Rio Ferdinand scheiterte er jedoch aus kürzester Distanz an De Gea.

Aufregung am Schluss

Man United hatte die Kontrolle über das Spiel längst verloren, es entwickelte sich ein Schlagabtausch, in dem die Potters sogar Vorteile besaßen. Dramatisch wurde es noch einmal in der Schlussphase, als Peter Crouch zunächst aus kurzer Distanz das 2:1 für Stoke verpasste und auf der anderen Seite der eingewechselte Ryan Giggs in der Nachspielzeit per Direktabnahme aus drei Metern die große Möglichkeit zum Sieg für Manchester ausließ.

Man City besiegt Everton 

Sieben der letzten acht Begegnungen gegen Everton hatte Manchester City verloren, viermal davon sogar im heimischen Etihad Stadium. Auch diesmal hatte es lange zumindest nicht nach einem Sieg der ungefährlich agierenden Citizens ausgesehen. Doch dann stachen die Joker Mario Balotelli und James Milner und schossen einen 2:0-Sieg heraus und machten den verspielten Vorsprung beim 2:2 zuletzt gegen Fulham vergessen.

"Wir haben vielleicht nicht beeindruckt heute, aber genau das getan, was nötig war. Manchmal muss man auch Geduld haben, dann kommen auch die Tore", resümierte Citys Kapitän Vincent Kompany bei Sky Sports. "Everton ist ein gutes Team. Das war sehr schwer heute", pflichtete ihm sein Trainer Roberto Mancini bei. "Wir hatten einige Schüsse und in der ersten Hälfte auch Pech, in der zweiten lief es dann besser."

Über eine Stunde lang hatte Everton dem spielbestimmenden City-Team in einer Partie von zunächst mäßigem Unterhaltungswert mit konzentrierter Abwehrarbeit den Schneid abgekauft. Offensiv mangelte es den Citizens gegen das Bollwerk der Toffees nicht nur an zündenden Ideen, sondern auch am nötigen Tempo. Gefährlich in den Strafraum kamen sie daher selten und wenn doch, war Everton-Keeper Tim Howard zur Stelle. Das Mittel Distanzschüsse brachte ebenfalls nicht den erwünschten Erfolg.

Mancini mit dem richtigen Händchen 

Doch dann wechselte Roberto Mancini den bis dato schwachen Edin Dzeko aus und ersetzte ihn durch Balotelli. "Mario habe ich gebracht, weil er eventuell am Dienstag in München spielen wird und weil er es aufgrund seiner Trainingsleistungen verdient hatte zu spielen", begründete Mancini die Einwechslung. Und der Italiener bedankte sich. Er belebte das Angriffsspiel der Citizens merklich und brach den Torbann. Sergio Agüero hatte sich mit einer schönen Einzelaktion an den Strafraum gespielt, die Gegenspieler auf sich gezogen und dann per Hacke auf Balotelli zurückgelegt, dessen abgefälschter Schuss zum 1:0 ins Netz flog (68.).

Das bis dato vornehmlich auf Defensive bedachte Everton musste nun aufmachen und gab dem von Balotelli und David Silva, der sich nun der zuvor konsequenten Manndeckung durch Jack Rodwell entziehen konnte, angeführten Manchester den nötigen Platz, um weitere Angriffe zu fahren. Eine Flanke des Italieners von rechts kam auf den im Strafraum lauernden Silva, der im Nachschuss aber nur den Pfosten traf. Nachdem ein Treffer von Silva - erneut nach Balotelli-Vorarbeit - wegen Abseitsstellung nicht anerkannt worden war, schickte der Spanier mit traumhaftem Steilpass den kurz zuvor für Agüero gekommenen Milner auf die Reise, der den Ball zum 2:0 verwertete (89.).

Arsenal holt wichtigen Dreier

Der FC Arsenal konnte derweil einen Befreiungsschlag im Tabellenkeller feiern. Gegen Bolten feierten die Gunners dank Robin van Persie einen letztlich souveränen und verdienten 3:0-Sieg im heimischen Emirates Stadium.

Bolton hatte in einer munteren Anfangsphase den besseren Start erwischt und durch Darren Pratley auch die erste Chance des Spiels gehabt. Doch Wojciech Szczesny parierte. Vielmehr sah man offensiv dann aber auch nicht mehr von den Gästen. Insgesamt tat sich in der Folge wenig, erst gegen Ende der Hälfte nahm die Partie wieder Fahrt auf. Das deutlich den Ton angebende Arsenal wurde gefährlicher, kam aber erst kurz nach dem Seitenwechsel zum insgesamt verdienten 1:0 (46.).

Van Persie ließ mit seinem Schuss aufs kurze Eck Keeper Jussi Jaaskelainen nicht gut aussehen und jubelte über sein 99. Tor im Dress von Arsenal. Nachdem David Wheater (55.) nach einer Notbremse gegen Theo Walcott des Feldes verwiesen worden war, wurde der Druck der Gastgeber noch größer. Jaaskelainen war jedoch anders als beim Gegentor auf dem Posten und verhinderte zunächst einen höheren Rückstand, bis erneut van Persie (71.) nach Walcott-Hereingabe zuschlug und erhöhte. Den 3:0-Endstand besorgte Alex Song (89.).

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