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International: Tottenham schlägt Everton - City unterliegt Liverpool

Tottenham hat den Anschluss an die Spitze wieder hergestellt. Im Nachholspiel gegen Everton holten die Spurs einen 2:0-Heimsieg, durch den sie nach Punkten mit dem Tabellenzweiten Manchester United gleichzogen. Man City patzte derweil im Carling Cup.

Tottenham bleibt an der Spitze der Premier League dran. Im Nachholspiel gegen Everton kamen die Spurs an der heimischen White Hart Lane zu einem 2:0-Sieg, durch den sie mit 45 Punkten mit dem Tabellenzweiten der Premier League Manchester United gleichzogen und nur noch drei Zähler hinter Spitzenreiter Manchester City liegen.

Während die Spurs durch Aaron Lennon (35.) und Benoit Assou-Ekotto (63.) über den 14 Saisonsieg jubeln durften, kassierte City im parallel stattfindenden Carling Cup-Hinspiel gegen Liverpool eine 0:1-Heimniederlage hinnehmen.

Lennon bringt Tottenham in Führung

Tottenham hatte die Partie zunächst bestimmt, ohne allerdings trotz schnellen Passspiels eine Lücke gegen die gut verteidigende Everton-Hintermannschaft zu finden. Nachdem sich die Gäste kurzzeitig etwas hatten befreien können, erhöhten die Spurs dann aber wieder den Druck und wurden zwar nicht mit zwingenden Chancen, aber immerhin Strafraumszenen belohnt.

Erst konnte der herauseilende Tim Howard den von Rafael van der Vaart und Gareth Bale schön eingesetzten Emmanuel Adebayor entscheidend am Abschluss aus kurzer Distanz hindern, dann vergab der Stürmer, nachdem Bale verstolpert hatte. Pech hatten die Hausherren auch, als Referee Martin Atkinson Luca Modric nach Foul von Tim Cahill einen Strafstoß verweigerte.

Aufhalten konnte das die deutlich gefährlicheren Spurs allerdings nicht. Der von Benoit Assou-Ekotto mit langem Ball auf rechts eingesetzte Aaron Lennon (35.) setzte sich gegen die kollektiv patzende Deckung durch und erwischte mit seinem Flachschuss zum verdienten 1:0 auch noch Torhüter Howard auf dem falschen Fuß.

Auch nach der Pause gaben die Spurs den Ton an. Ein abgefälschter Aufsetzer aus vollem Lauf von Bale blieb ihre beste Chance, ehe Assou-Ekotto (63.) nicht angegriffen wurde und aus 30 Metern zum 2:0 einschoss. Das Spiel war entschieden, Tottenham hielt den Druck auf die Gäste allerdings trotzdem konstant hoch, ein drittes Tor war ihnen jedoch nicht vergönnt.

Nächste Pflichtspielpleite für City

Derweil musste Manchester City die bereits vierte Niederlage in den letzten acht Pflichtspielen hinnehmen. Im Hinspiel des Carling Cup-Halbfinals verloren die Citizens zu Hause mit 0:1 gegen die Reds und kassierten ein Auswärtstor, das für die Liverpool im Rückspiel Gold wert sein könnte.

Vor allem der für den gesperrten Vincent Kompany in die City-Mannschaft gerutschte Stefan Savic erlebte eine bittere erste Hälfte im Etihad-Stadion. Schon nach wenigen Minuten hatte er einen Zweikampf gegen Andy Carroll verloren und konnte sich bei Keeper Joe Hart bedanken, der City mit einer tollen Parade zunächst die Null halten konnte und in der Anfangsviertelstunde einige weitere starke Aktionen hatte, aber trotzdem überwunden wurde.

Nachdem der überaus nervöse Savic mit gestrecktem Bein Daniel Agger im Strafraum zu Fall gebracht und Referee Lee Mason auf Strafstoß entschieden hatte, vollstreckte Steven Gerrard (13.) hart und platziert zum 1:0 für die bis dato spielbestimmenden Gäste. Liverpool erzielte die Führung musste dann aber nach knapp 20 Minuten den verletzten Jay Spearing durch Charlie Adam ersetzen.

Mit dem Auswärtstor im Sack zogen sich die Reds zurück, standen geschickt in der Defensive und überließen Manchester weitgehend die Spielgestaltung. Etwas druckvoller agierten die Citizens erst, nachdem Roberto Mancini fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff den glücklosen Mario Balotelli durch Samir Nasri ersetzt hatte. Der Franzose sorgte zwar für deutlich mehr Schwung, in wirklich zwingenden Torchancen mündete der vor der Pause aber auch nicht mehr.

Liverpool mauert sich zum Sieg

Aber auch nach dem Seitenwechsel hatte Manchester mehr Ballbesitz, agierte insgesamt aber viel zu behäbig und ungenau und hatte obendrein defensiv das Glück, dass Liverpools Jordan Henderson einen schnellen Konter nicht abschloss und offensiv das Pech, dass erst Sergio Agüero Keeper Pepe Reina austanzen konnte, aber der Winkel für einen kontrollierten Abschluss doch zu spitz war.

Doch die Szene schien City etwas zu beflügeln. Kurz darauf musste Reina dann auch noch einen Kopfball von Micah Richards nach einem Eckball im Nachfassen parieren. City, in der Schlussphase verstärkt von Edin Dzeko, durfte auf dem Feld schalten und walten, weil sich Liverpool mit zeitweise fünf Mann auf einer Linie nur auf die Sicherung des eigenen Strafraums beschränkte, dadurch aber den Sieg gegen im zweiten Durchgang deutlich aktivere Citizens ermauerte.

sportal.de / sportal

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