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Internationaler Fußball Milan erteilt Inter eine Lektion


Inter Mailand hat im Derby gegen den AC Mailand eine herbe Niederlage kassiert. Es war eine Lektion für Schalkes Champions-League-Gegner. Auch Real Madrid patzte im spanischen Titelkampf schwer. In England bleibt Manchester United auf Titelkurs - dank Wayne Rooney.

"Disastro!" Drei Tage vor dem Champions-League-Duell mit Schalke 04 hat Triple-Sieger Inter im Mailänder-Derby gegen Milan ein unerwartetes Debakel erlebt und damit die Titelverteidigung so gut wie verspielt. Liga-Spitzenreiter AC Mailand (65 Punkte)" fegte den Verfolger mit 3:0 vom Platz. Sieben Spieltage vor Ende der Serie A zog der Club des am Samstagabend überragenden Ex-Bayern-Kapitäns Mark van Bommel Inter davon.

Am Sonntag musste der Meister (60) dann auch noch den SSC Neapel (62) vorbeiziehen lassen. Stürmer Edinson Cavani schoss die Süditaliener in einem furiosen Spiel gegen Lazio Rom nach 0:2-Rückstand noch zum 4:3-Sieg.

Inter ohne Chance


Im Stadtduell hatte der Bayern-Bezwinger keine Chance. "Mega-Milan zerreißt Inter", titelte die "Gazzetta dello Sport" am Sonntag. Milans Teufel hätten Inter eine Lektion erteilt, urteilte "Tuttosport". Und der "Corriere dello Sport" schrieb in fetten Lettern: "Ein Milan-Triumph!"

Schon nach 43 Sekunden hatte der Brasilianer Pato diesen Triumph mit seinem ersten Tor eingeleitet. In der 62. Minute erhöhte er auf 2:0, bevor der eingewechselte Antonio Cassano per Foulelfmeter zum 3:0 in der Schlussminute alles klar machte. Inter konnte allenfalls in der ersten Halbzeit mithalten. Top-Stürmer Samuel Eto'o vergab jedoch die Chance zum Ausgleich. Als dann Cristian Chivu nach einer Notbremse gegen Pato in der 54. Minute auch noch die Rote Karte sah, brach der Meister völlig ein. Der Platzverweis habe seinem Team das Genick gebrochen, meinte Leonardo.

Real Madrid verliert im Bernabeu-Stadion


In der spanischen Meisterschaft verlor Real Madrid im heimischen Bernabeu-Stadion am Samstag gegen den Tabellen-15. Sporting Gijon mit 0:1 (0:0). Nach der ersten Niederlage seit dem 30. Januar (0:1 bei CA Osasuna) droht Real den Anschluss an Tabellenführer und Titelverteidiger FC Barcelona endgültig zu verlieren. De las Cuevas besiegelte in der 79. Minute die Heimpleite für das Team von Jose Mourinho, dessen persönliche Serie von 150 nicht verlorenen Heimspielen damit zu Ende ging.

Acht Spieltage vor dem Saisonende liegen die Madrilenen, bei denen die beiden deutschen Nationalspieler jeweils über 90 Minuten zum Einsatz kamen, weiter fünf Punkte hinter den Katalanen zurück. Barcelonas Spiel beim FC Villarreal war bei Redaktionsschluss noch nicht zu Ende. Sollte das Team von Trainer Pep Guardiola die Partie gewinnen, hätte der Tabellenführer acht Punkte Vorsprung vor dem Verfolger aus der Hauptstadt.

England feiert Wayne Rooney


In der englischen Premier League feierte Wayne Rooney einen großen Tag für sich und sein Team. Mit seinen drei Toren nach dem Seitenwechsel wendete der Angreifer praktisch im Alleingang das Blatt beim 4:2-Auswärtssieg am Samstag über West Ham United. Die ärgsten Verfolger im Kampf um den Titel kamen dagegen ins Straucheln.

Der Sieg machte sich umso mehr bezahlt, weil die Rivalen auf den weiteren Rängen Federn ließen. Der zweitplatzierte FC Arsenal, bei dem der reaktivierte Keeper Jens Lehmann auf der Reservebank Platz nahm, kam nicht über ein 0:0 vor heimischer Kulisse gegen die Blackburn Rovers hinaus. Die Gunners haben mit 59 Zählern nun sieben Punkte Rückstand, allerdings ein Spiel weniger ausgetragen.

Chelsea muss bangen


Titelverteidiger FC Chelsea (55) schaffte bei Stoke City mit Ach und Krach ein 1:1 und muss um Platz drei bangen. Mit einem Sieg an diesem Sonntag gegen Sunderlund würde Manchester City (53) vorbeiziehen. Torlos auf beiden Seiten endete der Auftritt von Tottenham Hotspur (50) bei Wigan Athletic.

Dafür traf Rooney. In der 65. Minute erzielte er das Anschlusstor, acht Minuten später den Ausgleich und weitere sechs Minuten danach die 3:2-Führung per Handelfmeter gegen das gastgebende Team um den deutschen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. Damit erhöhte Rooney sein Torkonto auf zehn Treffer. Das vierte Tor gegen West Ham ging auf das Konto von Javier Hernandez.

tis/DPA DPA

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