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Joseph Blatter teilt aus: Wulff und Sarkozy sollen die WM in Katar gewollt haben

Fifa-Chef Joseph Blatter wirft Deutschland und Frankreich erneut vor, Einfluss auf die Wahl von WM-Gastgeber Katar genommen zu haben. Wegen wirtschaftlicher Interessen sollen sich Wulff und Sarkozy dafür eingesetzt haben.

Fifa-Präsident Joseph Blatter

Fifa-Präsident Joseph Blatter wiederholt seinen Vorwurf, Deutschland und Frankreich hätten versucht, Einfluss auf die Wahl Katars als WM-Gastgeber 2022 zu nehmen

FIFA-Präsident wird zur Auslosung der europäischen Qualifikationsgruppen für die Fußball-WM 2018 am 25. Juli in St. Petersburg reisen. Das kündigte der umstrittene Chef des Weltverbandes in der "Welt am Sonntag" an. Er wiederholte dort zudem seinen Vorwurf, Deutschland und Frankreich hätten versucht, Einfluss auf die Wahl Katars als WM-Gastgeber 2022 zu nehmen.

Blatter nannte in diesem Zusammenhang direkt die damaligen und . "Die Herren Sarkozy und Wulff haben versucht, ihre Wahlmänner zu beeinflussen. Deswegen haben wir jetzt eine WM in Katar. Die, die das entschieden haben, sollen auch die Verantwortung übernehmen", sagte der 79 Jahre alte Schweizer. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe vom ehemaligen Bundespräsidenten Wulff eine Empfehlung bekommen, "dass Deutschland wegen wirtschaftlicher Interessen für Katar stimmt".

Wulff hat diesen Vorwurf zurückgewiesen, auch Frankreich hatte sich schon im vorigen Mai gegen Blatters Behauptung verwahrt.

"Der Kommandant bleibt beim Gefecht im Kommandoposten"

Im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen in den USA und der Schweiz sowie der Festnahme von Fußball-Funktionären vor dem letzten FIFA-Kongress unterstrich Blatter, er persönlich habe nichts zu befürchten. Auf eine Reise zur Frauen-WM in Kanada hatte er jedoch verzichtet. "Solange nicht alles abgeklärt ist, werde ich kein Reise-Risiko eingehen", betonte Blatter. Er werde zudem in der FIFA-Zentrale in Zürich gebraucht. "Der Kommandant bleibt beim Gefecht im Kommandoposten", unterstrich er. Die geplante Reise nach Russland birgt indes kein Risiko für ihn.

Blatter war Ende Mai für eine fünfte Amtszeit als FIFA-Präsident wiedergewählt worden, hatte wenige Tage später aber seinen Rücktritt angekündigt. Am 20. Juli wird das FIFA-Exekutivkomitee einen Termin für einen außerordentlichen Kongress festlegen, auf dem ein Nachfolger gewählt werden soll. Blatter hatte zuletzt Raum für Spekulationen über eine erneute Bewerbung für das Amt gelassen, allerdings auch erklärt, eine erneute Kandidatur Ende des Jahres sei nicht in seinem Sinne.

ivi/DPA

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