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VfB-Stuttgart-Maskottchen: Karlsruher Fans verbrennen "Fritzle" und verfehlen ihr Ziel

Das Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart ist gefürchtet. Doch diesmal bleib es verhältnismäßig ruhig. Aufmerksamkeit erregten nur die KSC-Ultras mit einer albernen Aktion.

KSC-Fans verbrennen das Stuttgarter Maskottchen "Fritzle" vor dem Derby gegen den VfB

Die Niedertracht von Fußballfans ist schier grenzenlos: KSC-Ultras aus Baden verbrennen "Fritzle" aus Schwaben

Man kennt die Bilder aus den Nachrichten: Eine aufgebrachte Menge zündet eine Nationalflagge an, vorzugsweise die US-amerikanische, um einen Protest gegen das jeweilige Land und dessen Regierung zum Ausdruck zu bringen. Wahlweise stehen auch Puppen zur Verfügung, wenn sich die Wut gegen eine bestimmte Personen richtet. Oder es wird ein Galgen gezeigt, an dem die unliebsamen Personen baumeln sollen. So geschehen bei einer Pegida-Demo in Dresden vor einem Jahr. Der Galgen war für Angela Merkel und Sigmar Gabriel bestimmt.

Bengalo-Fackeln gegen das Plüschtier

Am Sonntag haben sich Fußballfans eine ähnlich kreative Performance ausgedacht, um den gegnerischen Fans mal so richtig eins auszuwischen. Ort des Spektakels war Karlsruhe, die badische Metropole. Anlass war das Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart. Wie es sich für ein anständiges Derby gehört, waren schon im Vorfeld des "Hochsicherheitsspiels" zwischen den verfeindeten Fangruppen fleißig wüste Drohungen ausgetauscht worden.

Unmittelbar vor Anpfiff hatten KSC-Ultras die ultimative Aktion geplant, um die verhassten Schwaben fertig zu machen: Rund tausend Karlsruher Anhänger marschierten geschlossen zum Stadion. Dort machte die Meute Halt, um feierlich das VfB-Maskottchen "Fritzle" zu verbrennen. Zwei Ultras, die wie viele andere vermummt waren, zündeten mit Bengalo-Fackeln die Nachbildung aus Plüsch und Plastik  an. Doch "Fritzle" entwickelte viel Qualm statt richtig zu brennen. Die Aktion wirkte aus neutraler Sicht ein wenig misslungen.

Voodoo-Effekt verpufft

Der Voodoo-Puppen-Effekt war am Ende ebenfalls verpufft. Das Spiel endete mit einer 1:3-Niederlage für die Karlsruher. So macht man sich vollkommen lächerlich. Für die Polizei blieb nicht viel zu tun: Sie nahm acht Personen wegen Verstößen gegen das Sprengstoff-, das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz vorrübergehend fest. Gegen vier Beschuldigte wurde ein bis nach Spielende währender Anschlussgewahrsam ausgesprochen.


tis

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