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Pressekonferenz in München: Weniger Risiko, mehr junge Spieler: Was Jogi Löw aus dem WM-Debakel lernt

Neun Wochen nach dem Vorrunden-Aus der DFB-Elf bei der Fußball-WM präsentiert Bundestrainer Joachim Löw die Ergebnisse seiner Analyse. Lesen Sie im Liveblog nach, welche Lehren Löw aus dem Debakel zieht.

Joachim Löw Oliver Bierhoff auf PK

Das WM-Aus in der Vorrunde der WM in Russland war ein Schock für die Fußballnation Deutschland - vor allem, weil Bundestrainer Joachim Löw die Titelverteidigung als Ziel ausgegeben hatte. Neun Wochen nach dem Debakel präsentiert Löw gemeinsam mit Team-Manager Oliver Bierhoff die Lehren, die beide aus der Fußball-WM ziehen.

Löw benennt bei der Pressekonferenz auch die Spieler, mit denen er am 6. September in München in der neuen Nationenliga gegen Weltmeister Frankreich sowie drei Tage später in Sinsheim beim Test gegen Peru einen Stimmungsumschwung im Nationalteam erzeugen will.

Die Präsentation der WM-Analyse im stern-Liveblog

Jogi Löw analysiert das deutsche WM-Debakel

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Das war es vom Live-Blog. Vielen Dank für Ihr Interesse und noch einen schönen Tag!

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Mit 110 Minuten war das laut Pressesprecher die längste DFB-Pressekonferenz. Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff haben ausführlich dargelegt, welche Fehleinschätzungen ihnen in der Özil-Debatte, aber auch sportlich unterlaufen sind.
    Löw wollte den Ballbesitz-Fußball perfektionieren, was aber mit hohem Risiko verbunden war und die Mannschaft anfällig für Konter gemacht hat. Künftig will er wieder mehr Wert auf die Balance zwischen Offensive und Defensive legen - also zurück zum Spielstil von 2014.
    Oliver Bierhoff reduziert das Experten-Team, das dem Trainerstab zuarbeitet. Auch er hat Fehler eingestanden und will sich wieder stärker auf seine Kernaufgaben konzentrieren.

  • Thomas Krause
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    Damit ist die Pressekonferenz zuende.

  • Thomas Krause
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    Löw bestreitet, dass Uli Hoeneß ihn angerufen und vor dem Einsatz von Özil gewarnt habe. Oliver Bierhoff sagt: "Hoeneß hat mit mir telefoniert." Es sei ein längeres Gespräch gewesen, in der Hoeneß einiges genannt habe, was er anders machen würde. "Aber er ist immernoch Bayern-Präsident und hat keine Funktion im DFB-Team."

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Oliver Bierhoff zur Kritik von Reinhard Grindel: "Grindel hat meine wirkliche Aufgabe gut beschrieben. Da habe ich keine Probleme mit." Es gehe darum, dass der Verband zufrieden ist. Er habe auch bei der WM einen guten Austausch mit der DFB-Delegation gehabt. Er hätte das WLAN der Spieler nicht abgestellt, sondern die Spieler direkt konfronitert.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Eine Journalistin fragt nach den "Säulen der Zukunft" des DFB-Teams. Löw nennt zuerst Josua Kimmich, Leon Goretzka, Leroy Sané und Julian Brandt, die sich noch weiterentwickeln. "Auch die Generation davor - wie Lahm und Schweinsteiger - haben die Führungsrollen erst mit 27, 28 übernommen"

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Ein Journalist stellt "eine ganz einfache" Frage: "Wie geht es Ihnen eigentlich gerade?" Löws Antwort: "Gut. Oder mache ich einen anderen Eindruck?"

  • Thomas Krause
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    Der DFB-Pressesprecher kündigt ein baldiges Ende der Pressekonferenz an.

  • Thomas Krause
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    Bierhoff erklärt, dass das Entstehen von Teamgeist von unterschiedlichen Faktoren abhänge. Dieses Mal haben Ergebnisse und Konstellation nicht gepasst.

  • Thomas Krause
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    Die Spieler seien aber absolut professionell, sagt Löw.

  • Thomas Krause
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    Zwei Tage nach einem Spiel hätten sie festgestellt, dass lange gezockt worden sei. Dann sei das WLAN abgeschaltet worden und damit habe sich das Problem erledigt.

  • Thomas Krause
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    Nun fragt ein Journalist nach den Gerüchten, dass das WLAN im Teamquartier abgeschaltet worden sei, weil Spieler bis tief in die Nacht Computerspiele gezockt hätten.

  • Thomas Krause
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    Er sei persönlich enttäuscht gewesen, dass er es nicht von Özil selbst erfahren habe, sagt Löw.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    "Mesut Özil ist einer der besten deutschen Spieler, die es in den letzten Jahrzehnten gab", sagt Löw. Er hätte sich einen persönlichen Anruf von Özil vor dem Rücktritt gewünscht.

  • Thomas Krause
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    Angesprochen auf die Nicht-Nominierung von Mario Götze sagt Löw: "Götze ist nicht abgeschrieben, aber er soll nach dem schwierigen Jahr in Dortmund wieder konstant gute Leistungen zeigen."

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