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Medienberichte: Fifa will passives Abseits abschaffen

Die Fifa plant offenbar eine Regeländerung in Sachen passives Abseits. Ein "der Ball kam vom Gegner" wird es bei Abwehraktionen demnach nicht mehr geben.

Der Fußball-Weltverband Fifa plant von der kommenden Saison an die weitgehende Abschaffung der passiven Abseits-Regel. Dies berichten der "Kicker" und die "Bild"-Zeitung am Donnerstag. In Zukunft sollen die Referees auch dann abpfeifen, wenn ein näher zum Tor postierter Stürmer durch eine kontrollierte Abwehraktion des Gegners in Ballbesitz gelangt. Bisher galt dies als passives Abseits, was dem Angreifer einen Torschuss erlaubte. Dieser Fall ist künftig nur noch dann gegeben, wenn sich der Abwehrspieler klar im Aufbauspiel befindet und ihm dabei ein Fehlpass unterläuft.

Die Fifa will damit verhindern, dass ein am Angriff unbeteiligter Stürmer einen Vorteil aus einer unglücklichen Abwehraktion des Gegners zieht. Die Regeländerung wird derzeit von Pierluigi Collina, dem Schiedsrichter-Boss der Europäischen Fußball-Union (Uefa), begutachtet. Sie soll den Schiedsrichtern die Arbeit erleichtern, dürfte aber auch künftig zu Kontroversen führen. Die Bundesliga-Schiedsrichter sollen auf die Regeländerung bei ihrem Saisonvorbereitungslehrgang in der kommenden Woche in Grassau am Chiemsee vorbereitet werden.

kbe
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