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Nadine Angerer über ihre Gegnerin: "Ich hatte das Gefühl, dass sie Angst hatte"

DFB-Keeperin Nadine Angerer wird im Elfmeterkrimi gegen Frankreich zur Heldin. Nach Abpfiff spricht die Welttorhüterin über den entscheidenden Moment - und ihre Sicht auf ihre Gegnerin.

Nadine Angerer

Der entscheidende zehnte Elfmeter wird von Nadine Angerer pariert.

Die Kapitänin der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft, Nadine Angerer, avancierte im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Kanada zur großen Heldin. Die im Team nur "Natze" genannte Welttorhüterin parierte den zehnten und entscheidenden Elfmeter von Frankreichs jüngster Spielerin Claire Lavogez (21) und sorgte so für den - mit Blick auf die gesamten 120 Minuten - nicht wirklich verdienten Einzug ins Halbfinale für Deutschland. "Ich hatte bei Lavogez das Gefühl, dass sie Angst hatte", verriet Angerer hinterher.

Die Entscheidungsfindung im Ausschießen scheint den Deutschen zu liegen. Die DFB-Männer verloren erst ein einziges Elfmeterschießen bei WM oder EM, nämlich das Finale der EM 1976. Ex-Profi Christoph Metzelder bringt es bei Twitter auf den Punkt:

Bereits in der Vergangenheit war die ein oder andere vom Elfmeterpunkt gegen Nadine Angerer gescheitert. So etwa die Brasilianerin Marta 2007 oder gleich zwei Norwegerinnen im Europameisterschaftsfinale 2013 in Schweden gegen Norwegen - wohl gemerkt aus dem Spiel heraus. Damit sicherte Angerer damals den 1:0-Erfolg und den achten EM-Titel. 

 Doch allzu lange kann DFB-Trainerin Sylvia Neid nicht mehr auf die Dienste ihrer Keeperin bauen, da diese im September ihre Karriere beenden will. Doch bis dahin hat sie noch einiges vor, wie ihre Kollegin Celia Sasic mit einem Augenzwinkern nach Abpfiff verrät: "Natze hat vor dem Spiel gesagt: Wir dürfen auf keinen Fall nach Hause fahren, weil ihr Shampoo noch nicht leer ist."

fin

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