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Elfer-Krimi bei Frauen-WM: Silvia Neid: "Frag Dzseni mal, ob sie schießen kann"

Neben DFB-Torhüterin Nadine Angerer hat der spannende Elfer-Krimi im Viertelfinale gegen Frankreich noch eine Fußball-Heldin vorgebracht: Dzsenifer Marozsan, die trotz Verletzung sicher verwandelte.

Dzsenifer Marozsan (l.) und Nadine Angerer feiern den Sieg über Frankreich.

Lassen sich nach dem Sieg über Frankreich feiern: Spielmacherin Dzsenifer Marozsan (l.) und Nadine Angerer

Der Elfmeterkrimi im Viertelfinale gegen Frankreich sorgte für gleich zwei neue Fußball-Heldinnen: DFB-Torhüterin Nadine Angerer, weil sie nach mehreren Glanztaten den fünften Schuss der jungen Französin Claire Lavogez parierte. Und Dzsenifer Marozsan, weil sie trotz sichtbarer Schmerzen Verantwortung übernahm und sicher verwandelte.
Fünf Schützinnen habe sie nach 120 anstrengenden Minuten und Toren von Louisa Necib (63.) sowie Celia Sasic (84./Handelfmeter) im Olympiastadion von Montreal gesucht, berichtete Bundestrainern Silvia Neid. "Einige haben sofort zugesagt. Andere haben zum Boden geschaut. Schließlich hatte ich nur vier."

Trotz Schmerzen tritt "Maro" an

Lena Goeßling hatte die zündende Idee mit Marozsan, "weil wir alle ihren präzisen Schuss kennen."  Zu dieser Zeit lag "Maro" aber noch verletzt auf dem Kunstrasen. "Frag Dzseni mal, ob sie schießen kann", meinte Neid dennoch zu Goeßling. Und Lena lief los und holte sich das Okay der verletzten Marozsan, die sich inzwischen trotz Schmerzen im lädierten linken Fuß aufgerappelt hatte. "Ich habe keine Angst vorm Elfmeter und habe sofort Ja gesagt." Selbst Neid fand das bewundernswert: "Ich weiß auch nicht, wie sie den noch geschossen hat", sagte Neid später über ihre Spielmacherin.

Im Internet wird Marozsan für ihren heldenhaften Einsatz gefeiert.

Auch Torhüterin Angerer wird gelobt und freut sich über den Einzug ins Halbfinale: "Im Moment bin ich einfach nur glücklich, und die Mannschaft ist glücklich, dass wir heute weitergekommen sind", sagte sie nach dem Spiel. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns alle noch mal berappelt und den Spieß umgedreht."

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Bravo, Frau Angerer! Doch kein GERxit... #GERFRA

— Thomas Koch (@ufomedia) 26. Juni 2015
jek / DPA

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