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Nationalelf: Ailton will für Deutschland spielen

Neue Stürmerhoffnung für Rudi oder Schnapsidee? Ailton, der umjubelte Torschützenkönig von Werder Bremen, kann sich vorstellen, bei der WM 2006 für Deutschland auf Torejagd zu gehen.

Der brasilianische Stürmer-Star Ailton vom SV Werder Bremen macht nicht nur mit Toren in der Fußball-Bundesliga auf sich aufmerksam, sondern auch mit ausgefallenen Ideen. In einem Interview mit dem Kölner "Express" sagte der 30 Jahre alte, 14fache Saison-Torschütze: "Ich kann mir eine späte Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vorstellen. Ich würde gern für Deutschland spielen." Er fügte hinzu: "Ich würde es als eine Ehre sehen, wenn ich ganz sicher bei der WM 2006 dabei sein könnte."

Völler wenig interessiert

Das Interesse von Teamchef Rudi Völler hält sich ohnehin in Grenzen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verwies am Donnerstag auf Völlers Aussagen zu ähnlichen Ansinnen. Der Teamchef hatte bei der Diskussion um eine mögliche Eingliederung des Brasilianers Dede im Oktober vorigen Jahres gesagt: "Ich bin der Meinung, ein ganz kleines bisschen mit Deutschland sollte man schon zu tun haben."

Juristisch wäre Ailtons Einsatz möglich

Zumindest theoretisch wäre es möglich, dass der Bundesliga- Torjäger für den DFB spielt. Ailton hat auch als Jugendlicher noch kein Länderspiel für eine brasilianische Nationalmannschaft bestritten und wäre daher aus juristischer Sicht für die Auswahl von Völler spielberechtigt. Nach Meinung von Ailton könnte er sich eine rechtzeitige Einbürgerung bis zur WM 2006 vorstellen. Er hätte dann acht Jahre seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland gehabt und hier Steuern gezahlt und damit die Voraussetzungen erfüllt.

So richtig überlegt hat sich der Noch-Bremer seine Äußerung allerdings wohl nicht. Gegenüber der "Syker Kreiszeitung" nannte er ganz andere Ziele: «Es wäre ein Traum für mich, mit Lucio für mein Heimatland zu spielen.»

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