Nationalmannschaft Löw sorgt für die nächste Überraschung


Bei Bundestrainer Joachim Löw müssen die Spieler weiter mit allem rechnen. Nun hat er sich die Torwartposition vorgeknöpft und Rene Adler in Frage gestellt. Im Streit mit Kapitän Michael Ballack gesteht Löw bei der Abwicklung Fehler ein. Sie seien Ergebnis seiner emotionalen Betroffenheit.

Joachim Löw sieht nach der Lösung des Konflikts mit DFB-Kapitän Michael Ballack keine Notwendigkeit, sein eigenes Verhalten zu ändern. Kritisch äußerte sich der Fußball-Bundestrainer lediglich über die späte Bekanntgabe der Ergebnisse nach dem Krisengespräch mit seinem Führungsspieler in der vergangenen Woche. "Es hat sich hingezogen. Das war zu lang, das ist klar. Aber für mich als Trainer war das Gespräch wichtig, in dem er sich entschuldigt hat", sagte Löw am Rande eines Sponsorentermins in Berlin der Zeitung "Neue Presse Hannover".

Seinen Kurs in den turbulenten letzten Wochen verteidigte Löw. Er habe über sein Handeln nachgedacht. Aber: "Es ist keine Änderung notwendig, alles wurde offen kommuniziert, ich muss mir keine Vorwürfe machen und werde zu 100 Prozent an der Linie festhalten", sagte der 48-Jährige. Die Krisenzeit bezeichnete Löw als "sehr intensiv". "Es war nicht so einfach, das alles zu verarbeiten. Es war auch unnötig, vor allem nach zwei siegreichen Spielen. Aber ich bin sicher, wir haben eine gute Basis geschaffen", sagte der DFB- Chefcoach.

Löw erläuterte nochmals seine Entscheidung, Torwart Jens Lehmann nicht die Möglichkeit eines Abschiedsspiels im Duell mit England am 19. November in Berlin zu geben. "Wir müssen bei den Torhütern nach vorne schauen, die Zukunft hat begonnen", sagte er. Lehmann habe die Entscheidung "professionell akzeptiert."

Ob beim Klassiker im Olympiastadion erneut der gegen Russland (2:1) und Wales (1:0) überzeugende Rene Adler das deutsche Tor hüten wird, ließ Löw überraschenderweise offen. "Das ist durchaus denkbar, aber noch nicht entschieden", sagte er zur Torwart-Frage. Der Schalker Manuel Neuer stünde "auch wieder auf unserer Liste", sagte Löw.

DPA DPA

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