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Nationalmannschaft: Quo vadis, Klinsi?

Wohin geht der Weg von Bundestrainer Jürgen Klinsmann nach der WM? Diese Frage geistert fast täglich durch das Vorbereitungscamp in Genf. Eine Tendenz hat der Coach zumindest schon mal preisgegeben.

Zwei Wochen vor dem WM-Start werden die Diskussionen um die Zukunft von Jürgen Klinsmann wieder heftiger. Im Vorbereitungscamp in Genf muss der Bundestrainer fast jeden Tag Fragen zu seinen Plänen nach der WM beantworten. Zwar lässt sich der Wahl-Amerikaner, dessen Vertrag mit dem DFB nach der Fußball-Weltmeisterschaft ausläuft, weiterhin alle Optionen offen. Doch zumindest gab Klinsmann in der Schweiz seine Tendenz zum Weitermachen preis. "Die Umsetzung unserer Arbeit mit dieser Generation von Spielern und diesem Stab macht wirklich Spaß", sagte der Bundestrainer. "Grundsätzlich kann ich es mir vorstellen, nach dem Turnier weiterzumachen", bestätigte er auch nochmals im offiziellen Magazin des Fußball-Weltverbandes (Fifa).

"Scheiden wir früh aus, dann bin ich weg"

Als der 108-malige Nationalspieler Ende Juli 2004 nach der EM-Blamage und dem Rücktritt von Teamchef Rudi Völler überraschend die Leitung der deutschen Nationalmannschaft übernommen hatte, stand für ihn zunächst die reine "WM-Mission" 2006 im Mittelpunkt. Im Laufe der letzten 22 Monate allerdings machte sich der 41-Jährige immer mehr Gedanken um die Reformierung des gesamten deutschen Fußballs über das WM-Turnier hinaus. "Wir wollen Erfolg haben, wollen Spiele gewinnen. Aber wir wollen vor allem eine Entwicklung bei den Spielern feststellen, sie sollen besser werden", betonte Klinsmann in Genf. Diese Entwicklung sieht er längst nicht abgeschlossen.

Der Welt-und Europameister weiß natürlich wie die Entscheidungsträger des Deutschen Fußball-Bundes genau, dass zu allererst das sportliche Abschneiden stimmen muss, damit der Bundestrainer weiter Klinsmann heißen kann. "Scheiden wir früh aus, dann bin ich weg", legte sich der Leiter des WM-Unternehmens bereits fest. Über die Definition von "früh" darf allerdings gerätselt werden. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder sieht im Erreichen des WM-Viertelfinals den Punkt, um von einem Erfolg zu sprechen. Für den zweiten Verbandschef Theo Zwanziger, der nach dem Turnier auch die Verantwortung für die Nationalelf übernimmt, wäre sogar schon das Achtelfinale die Basis für eine Vertragsverlängerung mit Klinsmann.

An der WM messen lassen

Für den Hauptdarsteller selbst sind aber noch andere Faktoren ausschlaggebend für die Entscheidung. "Ich möchte mich am Turnier messen lassen, ich möchte aber auch erst die Erfahrung des Turniers aufsaugen und sacken lassen. Und danach sagen, wie es persönlich weiter geht", erklärte Klinsmann. "Die Leistung und der Erfahrungswert, was alles passieren kann bei so einer WM", seien nur ein Teil. "Das sind viele Punkte, über die ich nachdenken möchte", ergänzte der ehemalige DFB-Kapitän. Als junger Trainer kann Klinsmann derzeit wohl nur erahnen, was bei der WM im eigenen Land alles auf ihn einstürzen wird, obwohl er als Spieler immerhin schon bei sechs großen Turnieren dabei war.

Grundvoraussetzung für Klinsmanns Verlängerung wäre sicherlich auch, dass er seinen Kurs mit seinem Stab fortsetzen kann. Ob der DFB dem Reformer aber eine ähnlich Carte Blanche ausstellen würde wie vor zwei Jahren, als Klinsmann praktisch alle Vertragsbedingungen diktieren konnte, erscheint fraglich. Das Unternehmen WM 2006 kostet den Verband über 10 Millionen Euro - die Personalkosten sind dabei der Löwenanteil. An seinen persönlichen Freiheiten wird Klinsmann kaum Einschränkungen zulassen. "Und man muss sehen, welche Auswirkungen ein Weitermachen auf meine Familie hätte. Wie wäre die optimale Konstellation? Ich weiß es nicht", sagte Klinsmann in Genf.

Trotz der wachsenden Anspannung ist Klinsmann insgesamt von seinem Job begeistert: "Bei uns möchte man jeden neuen Tag aufsaugen und gleich wieder anpacken." An der Grundphilosophie habe sich nichts geändert, "dass wir sagen, wir wollen jeden Spieler besser machen. So wie ich es auch selbst von mir erwarte. Ich möchte besser werden als Trainer. Da ist eigentlich gar kein Limit gesetzt."

Jens Mende und Klaus Bergmann/DPA / DPA

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