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Eindhoven und Arnheim Niederländischer Fußball: Spitzenclubs bestätigen sexuellen Missbrauch

Niederlande PSV Eindhoven
Das Philips-Stadion in Eindhoven: Bei der PSV und in Arnheim soll es zum sexuellen Missbrauch zweier Jugendspieler gekommen sein
© Dean Mouhtaropoulos/Getty Images
Zuletzt erschütterte ein Missbrauchsskandal den englischen Fußball. Jetzt gibt es auch im niederländischen Fußball zwei Fälle von sexuellen Übergriffen im Jugendbereich.

Nach Berichten über sexuellen Missbrauch von zwei Jugendspielern bei den niederländischen Erstliga-Fußballclubs PSV Eindhoven und Vitesse Arnheim haben die Vereine mögliche andere Opfer aufgefordert, ihr Schweigen zu brechen. Der PSV-Chef, Toon Gerbrands, bezeichnete die bisherigen Erkenntnisse über sexuellen Missbrauch als "äußerst schockierend". In einer Erklärung räumte Vitesse Arnheim ein, dass es 1996 einen Missbrauchsfall gegeben habe, doch habe man daraus Konsequenzen gezogen.

Die Zeitung "Volkskrant" berichtete am Samstag über die bereits Jahre zurückliegenden Missbrauchsfälle. Ein Opfer gab an, in den 60er-Jahren seit seinem achten Lebensjahr mehrere Jahre lang von einem Eindhoven-Jugendleiter missbraucht worden zu sein. Ein einstiger Jugendspieler von Vitesse Arnheim berichtete, 1996 von einem Jugendleiter missbraucht worden zu sein. Der Täter wurde entlassen, der Verein behandelte den Vorfall "so diskret wie möglich". Das Opfer erhielt eine Anstellung beim Club, der ihm jetzt auch eine Rolle als "Botschafter" gegen sexuellen Missbrauch anbot.

Niederlande: Sportbund richtet Hotline für Sex-Opfer ein

PSV-Chef Gerbrands erklärte, er könne nach einem Gespräch mit dem Eindhovener Opfer "sicher nicht ausschließen, dass es noch mehr Opfer gibt": "Die möchten wir gerne wissen lassen, dass sie sich melden können." Der niederländische Sportbund NOC/NSF hatte bereits Anfang des Jahres eine Hotline für Sex-Opfer eingerichtet, nachdem die Radrennfahrerin Petra de Bruin berichtet hatte, sie sei zehn Jahre lang von einem Manager des Radsportverbandes missbraucht worden und sei auch von anderen Verbandsmitarbeitern bedrängt worden.

tim DPA

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