Premier League Ballack siegt mit Chelsea gegen Liverpool


Mit einem Sieg gegen den FC Liverpool hat der FC Chelsea erneut die Tabellenspitze der Premier League erobert. Manchester United leistete sich einen Ausrutscher.

Michael Ballack hat sechs Tage vor dem WM- Qualifikationsspiel gegen Russland sein Comeback gefeiert. Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft spielte am Sonntagnachmittag beim 2:0 (0:0) im Spitzenspiel der englischen Premier League des FC Chelsea gegen den FC Liverpool 90 Minuten durch. Ballack hatte knapp zwei Wochen wegen einer Wadenverletzung pausieren müssen und dadurch drei Partien seines Londoner Arbeitgebers verpasst. Die Tore für Chelsea erzielten Nicolas Anelka (60. Minute) und Florent Malouda (90.) nach jeweiliger Vorarbeit von Didier Drogba. Die "Blues" übernahmen mit 21 Punkten die Tabellenführung von Manchester United (19), das am Samstag beim 2:2 gegen AFC Sunderland patzte.

Nach dem ärgerlichen Ausrutscher im Titelrennen wartete Sir Alex Ferguson mit einer ungewöhnlichen Schiedsrichter-Schelte auf. Der "ManU"-Trainer tadelte Alan Wiley für dessen fehlende Fitness und fühlte sich durch den Referee um die Chance auf zwei Punkte im Fernduell mit Chelsea gebracht. "Er war einfach nicht fit genug für ein Spiel auf diesem Niveau. Die Fitness der Spieler, das Tempo des Spiels erforderten einen fitten Schiedsrichter", sagte Ferguson. Mit nun 19 Punkten verlor Titelverteidiger ManU die Tabellenspitze an Chelsea. Liverpool (15) fiel auf Platz fünf zurück hinter Tottenham (16) und dem FC Arsenal (15), der die Blackburn Rovers 6:2 abfertigte. Freuen konnte sich Ex-Nationalspieler Robert Huth, der beim 1:1 von Stoke City beim FC Everton traf.

Ferguson echauffierte sich ausführlich über den Unparteiischen. "Er brauchte 30 Sekunden um eine Gelbe Karte zu zeigen. Ich glaube, er hat ein Päuschen eingelegt, als er den Namen des Spielers notierte.". Nach dem ManU-Ausgleich in der Nachspielzeit durch ein Eigentor von Anton Ferdinand hätte sich der Trainer-Routinier zudem zusätzliche Nachspielzeit gewünscht. Zuvor hatte Sunderland nach Toren von Darren Bent (7.) und Kenwyne Jones (59.) bei einem Gegentreffer des früheren Leverkuseners Dimitar Berbatow (51.) sogar wie der Sieger in Old Trafford ausgesehen.

Fergusons "besonderes Verhältnis" zu Schiedsrichter Wiley hat eine Vorgeschichte. Dem 49-Jährigen hatte er vor einem Jahr nach einer Partie gegen Everton vorgehalten, seine Spieler nicht ausreichend vor Fouls des Gegners zu schützen. Vor zwei Wochen schienen die Animositäten aber beigelegt. Beim Manchester-Derby sah man Ferguson nach dem Siegtreffer von Michael Owen in der sechsten Minute der Nachspielzeit gemeinsam mit dem als viertem Offiziellen eingesetzten Wiley an der Seitenlinie plaudern und lachen.

DPA


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