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Real Madrid: Alle "baggern" Ronaldo an

Gerangel um einen abgehalfterten Weltstar: Nachdem Real Madrid und Milan sich nicht auf einen Transfer Ronaldos hatten einigen können, hat mit Inter Mailand ein weiterer Top-Klub sein Interesse an dem Torjäger angemeldet. Reals "Enfant terrible" ist derweil aus Spanien "getürmt".

Nach Presseberichten vom Freitag bot Inter dem spanischen Fußballrekordmeister einen Tausch Ronaldos gegen dessen Landsmann Adriano an. Wie das Sportblatt "Marca" berichtete, streben die Mailänder einen Spielertausch auf Leihbasis an, bei dem Real und Inter die vertraglichen Rechte an ihren Spielern behalten sollen. Für die Madrilenen hätte ein solcher Tausch allerdings einen Haken. Sie müssten für ihren brasilianischen Stürmer Julio Baptista einen neuen Verein finden, weil Adriano - anders als Ronaldo - als Spieler aus einem Nicht-EU-Land zählt. "La Bestia", wie Baptista genannt wird, macht jedoch keine Anstalten, Real zu verlassen. Er war erst vor einem Jahr für 20 Millionen Euro vom FC Sevilla nach Madrid gewechselt.

Der AC Mailand hielt derweil nach einer Alternative für Ronaldo Ausschau. Diese könnte möglicherweise in dem Brasilianer Oliveira bestehen, der bei Betis Sevilla unter Vertrag ist, sich mit seinem Verein aber zerstritten hat. Die Milan-Chefs Adriano Galliani und Ariedo Braida kamen mit Oliveiras Manager Roberto Assis zusammen, dem Bruder des Weltstars Ronaldinho.

Gravesen zurück nach Dänemark

Milan dürfte aber auch im Ringen um Ronaldo sein letztes Wort noch nicht gesprochen haben. Eine Entscheidung fällt möglicherweise erst kurz vor Ablauf der Transferfrist am 31. August. "Wenn keine große Überraschung geschieht, wird Ronaldo Real verlassen", schreibt die Madrider Zeitung "El Mundo". "Trainer Fabio Capello rechnet trotz seiner gegenteiligen Beteuerungen nicht mit ihm. Die Frage ist nur, ob der Brasilianer bei Milan oder Inter landen wird."

Derweil hat der Däne Thomas Gravesen den "Königlichen" den Rücken gekehrt. Der frühere HSV-Profi "türmte", wie "Marca" schrieb, in sein Heimatland und trainiert bei seinem Ex-Verein Vejle BK. Real habe nicht die Absicht, den Dänen wegen seiner "Flucht" zu bestrafen. Das Sportblatt "As" schrieb, die Madrilenen hätten dem Mittelfeldspieler die Erlaubnis zur Abreise gegeben. Gravesen steht bei Real auf der Liste der Spieler, die sich einen neuen Verein suchen sollen. Celtic Glasgow und Newcastle United bekundeten Interesse an dem glatzköpfigen Fußballer.

DPA/kbe

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